Erstellt am 29. April 2016, 12:37

SPÖ will Parteivorstand vorverlegen. Die Parteispitze der SPÖ will den parteiinternen Kritikern offenbar entgegen kommen.

 |  NOEN, APA

Zumindest der für den 17. Mai geplante Bundesparteivorstand könnte früher abgehalten werden. "Es finden seit gestern Terminkoordinationsgespräche statt, ob man den Parteivorstand nach vorn verlegen kann", sagte SPÖ-Kommunikationschef Matthias Euler-Rolle am Freitag auf Anfrage.

Zuvor hat Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser am Donnerstagabend in der ORF-"ZiB2" gesagt, für einen früheren Termin bereit zu stehen. Die Chefin der Sozialistischen Jugend (SJ), Julia Herr, hatte eine schnellstmögliche Einberufung des Bundesparteivorstands gefordert. Der geplante Vorstand in drei Wochen sei ohne Zweifel zu spät, um beispielsweise ernsthaft über eine Wahlempfehlung für Alexander Van der Bellen zu diskutieren.

SPÖ-Sozialminister Alois Stöger steht jedenfalls felsenfest hinter seinem Chef, Bundesparteichef Werner Faymann. Er, Stöger, rechne damit, dass auch der nächste Parteivorsitzende der Sozialdemokraten wieder Faymann heißen wird. "Davon gehe ich aus", sagte er am Freitag, am Rande einer Pressekonferenz zu Journalisten.

Die von mehreren hochrangigen Funktionären geforderte Vorverlegung des Parteitags, der regulär im November stattfinden soll, ist für ihn eine "theoretische technische Frage": "Es geht darum, den Kopf anzustrengen, die Emotionen zu bekommen, damit wir die Wählerinnen und Wähler zurückbekommen, damit wir Energie für unsere sozialdemokratischen Ziele haben. Das ist der wichtigste Punkt."

Was die innerparteiliche Debatte rund um Bundesparteichef Faymann anbelangt, so betonte er heute: "Ich denke, dass es keinen Sinn macht, Personaldiskussionen zu haben. Es geht eher darum zu sagen, wie gewinnen wir die Wählerinnen und Wähler mit unseren Inhalten zurück." Für Stöger ist Faymann jedenfalls der richtige Mann an der Parteispitze: "Für mich ist er der gewählte Vorsitzende der Partei. Der ist gewählt und daher ist er es."