St. Georgen am Leithagebirge , Eisenstadt

Erstellt am 14. Oktober 2016, 11:07

von Elisabeth Kirchmeir

22-Jährige zuckte am Kirtag aus. Eine Besucherin des St. Georgener Kirtags rastete im alkoholisierten Zustand aus – jetzt stand sie vor Gericht.

Symbolbild  |  Bilderbox.com

Am 24. April wurde in St. Georgen der Kirtag ausgelassen gefeiert. Auch eine 22-jährige Frau aus dem Bezirk Eisenstadt war mit ihren Freunden unter den Gästen. Die junge Frau hatte schon reichlich Alkohol konsumiert, wollte das Fest aber noch nicht verlassen.

Die Polizei wurde gerufen, um die Kirtagsbesucher zum Abschied nehmen zu motivieren. Das war der Zeitpunkt, wo die 22-Jährige ausrastete.

„Die Sache ist mir furchtbar unangenehm“

Sie ging auf zwei Polizisten los, schlug einem Beamten mit der flachen Hand ins Gesicht und traf den zweiten, den sie ebenfalls ohrfeigen wollte, an der Schulter. Als einer der Polizisten sie festzuhalten versuchte, riss sich die Frau los und kratzte den Uniformierten mit ihren Fingernägeln im Gesicht.

Prozess. 22-Jährige stand vor Gericht.  |  BVZ, Symbolbild: BVZ

Nun musste sich die 22-Jährige wegen des Vergehens des tätlichen Angriffs auf einen Beamten und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt vor Richter Alexander Glanz verantworten. „Die Sache ist mir klarerweise furchtbar unangenehm und es tut mir unheimlich leid“, erklärte die junge Frau, die wohlerzogen und adrett gekleidet vor dem Richter Platz genommen hatte.

Sie könne sich an den Vorfall aufgrund ihrer Alkoholisierung auch gar nicht mehr erinnern, sei aber bereit, 220 Euro Schadenersatz an den durch die Kratzer verletzten Polizisten zu zahlen und auch die Kosten für dessen anwaltliche Vertretung zu übernehmen.

Der Richter bot der Angeklagten eine Diversion: Wenn sie denn eine Geldstrafe von 240 Euro bezahlt, wird das Verfahren gegen sie eingestellt. Damit erklärte sich die junge Frau einverstanden.