Erstellt am 11. Februar 2016, 16:15

Studentin tötete Freund mit Kreissäge. Drei Wochen nach dem Fund einer vergrabenen Leiche bei München haben Polizei und Staatsanwaltschaft schreckliche Details zum Tod des Mannes bekannt gegeben.

 |  NOEN, APA (dpa)

Dessen 31-jährige Freundin soll ihn vor gut acht Jahren mit einer Handkreissäge attackiert haben. Die grausam zugerichtete Leiche vergrub die Studentin Monate später in ihrem Garten in Haar bei München.

Auf dem Grundstück der Frau hatten beide gemeinsam mit anderen Studenten in einer Wohngemeinschaft zusammengelebt, bis der junge Mann verschwand. Beim Vergraben der Leiche sollen der Frau ihr neuer Freund und ein weiterer Bekannter geholfen haben. Alle drei sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte Anfang des Jahres einen Hinweis auf das Verbrechen bekommen und die Ermittlungen aufgenommen.

Die Pädagogik-Studentin steht unter dem Verdacht, den Mann im Dezember 2008 mit der Handkreissäge im Haus getötet zu haben, sagte der Leiter der Mordkommission München, Markus Kraus. Mehrere Monate bewahrte sie die Leiche auf dem Dachboden auf.

Erst im Sommer 2009 vergrub sie den Toten im Garten. Hilfe bekam sie von ihrem neuen Lebensgefährten, der laut Polizei an der eigentlichen Tat nicht beteiligt war und den früheren Freund auch nicht gekannt hatte. Die beiden wurden im Jänner festgenommen. Anfang Februar fassten die Beamten zudem einen 34-jährigen Münchner, der ebenfalls beim Verstecken der Leiche geholfen haben soll. Den beiden Helfern wird Strafvereitelung zur Last gelegt.

Die 31-Jährige habe den Mord mittels Kreissäge bisher zwar nicht zugegeben, jedoch gebe es laut Staatsanwaltschaft "Aussagefetzen, die den Tathergang so werten lassen, dass es kein Unfall war". Die Ermittler hätten auch noch acht Jahre nach der Tat im Haus Blutspuren des Opfers festgestellt. Die Studentin und ihr neuer Partner sollen auf dem Grundstück, wo die Leiche vergraben worden war, in einer freien Zeremonie geheiratet haben.

Die Familie des Getöteten sei angesichts des grausamen Verbrechens emotional stark angeschlagen, sagte der Oberstaatsanwalt. Der Leichnam ist inzwischen in München beigesetzt worden. Den Eltern wurde nach dem Verschwinden ihres Sohnes gesagt, er sei mit seiner neuen Freundin ins Ausland gezogen. Hinweise auf ein Verbrechen gab es nicht.