Erstellt am 17. Mai 2017, 14:05

von APA Red

Österreich bei WHO-Alkoholstatistik in Spitzengruppe. Österreich liegt beim Alkoholkonsum nach dem neuen statistischen Jahrbuch der Weltgesundheitsorganisation in der vorderen Gruppe.

10,6 Liter reiner Alkohol fließt durch Austrokehle  |  APA/dpa

Unter den 194 WHO-Mitgliedern kommt die Alpenrepublik mit geschätzten 10,6 Litern reinem Alkohol pro Kopf und Jahr auf Platz 35. Den meisten Alkohol tranken über 15-Jährige in Litauen, nämlich 18,2 Liter. Auf den ersten 16 Plätzen liegen nur europäische Länder.

Weltweit wird zum Vergleich in acht afrikanischen Staaten - Uganda und Namibia (je 11,8 Liter) an der Spitze - sowie in Australien (11,2) und Korea (11,9 Liter) mehr Alkohol konsumiert. Mehr als in Deutschland (11,4 Liter) wird den Schätzungen zufolge etwa in Belgien (13,2), Großbritannien (12,3), Polen (12,3) und Frankreich (11,7 Liter) getrunken. Ob dabei hauptsächlich Bier, Wein oder Spirituosen getrunken werden, hat die WHO nicht ermittelt. In der EU-Tabelle liegt Österreich im Mittelfeld.

Statistisch ausgewertet wurde in dem WHO-Jahrbuch, das am Mittwoch in Genf vorgestellt wurde, auch die Todesursache Autofahren. Das ist demnach am gefährlichsten in Venezuela. Dort gab es im Jahr 2015 der WHO zufolge 45,1 Todesfälle pro 100.000 Einwohner. An zweiter Stelle liegt Thailand (36,2). Für Österreich wurde ein Wert von 5,4 ermittelt.

Die gesundheitlichen Folgen durch Luftverschmutzung sind demnach in Südkorea an schwerwiegendsten. Dort gingen 2012 statistisch gesehen 238,4 Todesfälle pro 100.000 Einwohner darauf zurück. China folgt mit 161,1 Fällen erst auf Platz sechs, nach Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Georgien und Albanien. Die Zahlen stammen aus WHO-eigenen Erhebungen oder überwiegend von anderen UN-Organisationen.

Die WHO betont Fortschritte bei der Erhebung von Todesursachen. "Wenn Länder nicht wissen, was ihre Menschen krank macht oder woran sie sterben, ist es schwierig zu wissen, was man dagegen tun kann", sagte WHO-Expertin Marie-Paule Kieny. Im Jahr 2005 sei ein Drittel der Todesursachen erhoben worden, 2015 sei es bereits fast die Hälfte gewesen. Die Lebenserwartung ist von 2000 bis 2015 global gesehen um fünf Jahre gestiegen.