Erstellt am 26. April 2017, 08:29

von APA Red

Zwei Tote bei Zugsunglück. Ein Zugsunglück auf der Brennerbahnstrecke bei Brixen hat in der Nacht auf Mittwoch zwei Tote und drei Schwerstverletzte gefordert.

Symbolbild  |  APA (Archiv/dpa)

Ein Bauzug, auf dem sich rund 20 Arbeiter befunden hatten, setzte sich aus bisher ungeklärter Ursache in Bewegung, sagte der Einsatzoffizier der Feuerwehr Bozen der APA. Nachdem er Fahrt aufgenommen hatte, prallte er gegen eine Baumaschine und entgleiste.

Mehrere Arbeiter wurden dabei eingeklemmt. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. "Drei wurden mit schwersten Verletzungen geborgen und befinden sich in Lebensgefahr", so der Einsatzoffizier. Zudem trugen zahlreiche Arbeiter leichte Verletzungen davon.

Die Brennerstrecke war nach dem Zugsunglück in der Nacht auf Mittwoch bei Brixen in Südtirol bis auf Weiteres gesperrt. Die Aufräumarbeiten dauerten vorerst an. "Der Bauzug hatte eine Vielzahl von Bahnschwellen und Eisenteilen geladen", schilderte der Einsatzoffizier der Feuerwehr Bozen der APA. Zudem sei auch der Gleiskörper durch den entgleisten Bauzug in Mitleidenschaft gezogen worden.

"Die Unfallstelle sieht verheerend aus", sagte der Feuerwehroffizier: "Wir hoffen, dass im Laufe des Tages in diesem Bereich wieder ein Gleis freigegeben werden kann". Sowohl der regionale als auch der internationale Bahnverkehr waren vorerst unterbrochen.

Zu dem Unfall war es gegen 23.45 Uhr gekommen. Warum sich der Bauzug, der mit Arbeiten bei Vahrn beschäftigt war, in Bewegung gesetzt hatte, war vorerst unbekannt. Das müssten die Erhebungen der Bahngesellschaft und der Carabinieri klären.

"In diesem Bereich ist die Brennerstrecke am steilsten", erklärte der Einsatzoffizier. Dadurch nahm der Bauzug schnell Fahrt auf. Auf der Höhe des Brixner Krankenhauses prallte das Gefährt schließlich bei einer weiteren Baustelle mit voller Wucht gegen eine kleine Arbeitsmaschine und entgleiste. Dabei kam es auch zu einem Brand.

Für zwei Arbeiter kam jede Hilfe zu spät. Die drei Schwerstverletzten wurden laut Angaben der Landesnotrufzentrale in die Krankenhäuser nach Bozen und Brixen eingeliefert. Viele der rund 20 Arbeiter, die sich ebenfalls auf dem Bauzug befunden hatten, erlitten leichte Verletzungen, konnten aber zum Teil an Ort und Stelle behandelt werden. Im Einsatz standen die Feuerwehren von Bozen, Vahrn und Brixen mit rund 50 Mann, das Weiße Kreuz, das Rote Kreuz und die Carabinieri.