Erstellt am 23. August 2016, 10:32

von APA Red

Strafe für Rumpold herabgesetzt. 33 Monate teilbedingt statt drei Jahre unbedingter Haft: Mit diesem Ergebnis ist am Dienstag für Ex-FPÖ-Bundesgeschäftsführer und -werber Gernot Rumpold sein Straffestsetzungs-Termin im Telekom III-Verfahren zu Ende gegangen.

 |  APA

Elf Monate wurden unbedingt ausgesprochen, zwei Drittel der Strafe auf Bewährung nachgesehen. Ernst wird es am Dienstag auch für den Ex-Lobbyisten Peter Hochegger.

In dem Verfahren war es um eine Zahlung von 600.000 Euro gegangen, die Rumpold im Frühjahr 2004 als Geschäftsführer seiner Werbeagentur "mediaConnection" von der Telekom Austria (TA) auf Basis einer Scheinrechnung ohne Erbringen einer entsprechenden werthaltigen Leistung entgegengenommen hatte. Den Betrag verwendete er zur Gegenverrechnung offener Forderungen mit der FPÖ. Den dafür ergangenen Schuldspruch wegen Untreue als Beteiligter hatte der Oberste Gerichtshof (OGH) bereits Ende November 2015 bestätigt, aus formalen Gründen war nur mehr die Strafe neu festzusetzen.

Hochegger hatte im Telekom IV-Verfahren zweieinhalb Jahre unbedingt ausgefasst. Er war am vergangenem Mittwoch in U-Haft genommen worden, nachdem er zu seinem ursprünglichen Verhandlungstermin aufgrund eines angeblichen psychischen Zusammenbruchs nicht erschienen war. Eine psychiatrische Sachverständige, die ihn am Freitag in der Justizanstalt Josefstadt untersucht hat, wird nun beim "Ersatztermin" anwesend sein und beurteilen, ob Hochegger verhandlungsfähig ist.