Erstellt am 15. Oktober 2015, 16:45

von APA/Red

Jürgen Melzer entscheidet bis Freitagfrüh über Wien-Antreten. Nach der Wildcard-Vergabe für die Erste Bank Open an den deutschen Routinier Tommy Haas sind noch zwei "Freikarten" für den Hauptraster des ATP-Turniers Erste Bank Open übrig.

Melzer muss um sein Antreten in Wien bangen  |  NOEN, APA

 Eine ist für Jürgen Melzer reserviert, doch das Antreten des wie Haas zweifachen Wien-Siegers war am Donnerstag nach wie vor offen. Der 34-Jährige hatte sich eine Schulterblessur zugezogen, muss um sein Antreten bangen.

"Jürgen spielt heute Abend noch ein Match und gibt mir morgen früh Bescheid", erklärte Turnierdirektor Herwig Straka am Donnerstag. Zumindest in den dreieinhalb Wochen bis Ende September hatte Melzer seit seinem US-Open-Out keinen Ball mehr gespielt, die Behandlung des beschädigten Labrums (Umrahmung der Gelenkspfanne des Schulterblatts, Anm.) hatte vorerst keine Wirkung gezeigt.

Sollte Österreichs Nummer drei seine Nennung zurückziehen müssen, bliebe ein Platz mehr für die eventuelle Zusage eines eventuellen "Krachers" frei. "Bis jetzt hat sich da nichts Entscheidendes getan", meinte aber Straka am Donnerstag zur möglichen Verpflichtung eines weiteren Top-Ten-Spielers neben den bereits fixen David Ferrer (ESP-8), Milos Raonic (CAN-9) und Kevin Anderson (RSA-10). Der absolute Nennschluss ist am Freitag um 18.00 Uhr.

Eine der vorerst drei Wildcards für das Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle erhielt unterdessen der zweifache Wien-Gewinner Tommy Haas. Der mittlerweile 37-jährige Deutsche gewann das nun mit 2,324 Millionen Euro dotierte ATP-Tennisturnier 2001 und 2013. Im Vorjahr trat er wegen einer Schulteroperation nicht zur Titelverteidigung an.

"Ich habe zweimal in Wien gewonnen und deshalb natürlich sehr schöne Erinnerungen an dieses Turnier. Die Aufwertung zu einem 500er-Event macht die Veranstaltung sowohl für die Spieler, als auch die Fans noch attraktiver. Ich hoffe, dass ich mich in den kommenden Tagen wieder in starker 'Wien-Form' präsentieren kann", sagte Haas, der am Montag im Rahmen der offiziellen Eröffnung in die "Hall of Fame" aufgenommen wird.

Wien-Starter Kevin Anderson schlug sich indes beim Masters-1000-Turnier in Shanghai weiter sehr gut. Nach seinem erstmaligen Einzug in die Top Ten der Weltrangliste zog der Südafrikaner in der chinesischen Metropole mit einem 7:6(10,7:6(3) gegen den Weltranglisten-Sechsten Kei Nishikori in das Viertelfinale ein. Da kommt es am Freitag zu einem Duell mit dem ehemaligen Wien-Sieger und auch diesmaligen -Teilnehmer Jo-Wilfried Tsonga. Der Franzose besiegte Albert Ramos, den Bezwinger von Roger Federer, in drei Sätzen.

Für zwei weitere der für Wien genannten starken Aufschläger war aber in der Runde der letzten 16 Endstation. Der US-Amerikaner John Isner musste sich dem schottischen Olympiasieger Andy Murray 7:6(4),4:6,4:6 geschlagen geben, der Kanadier Milos Raonic zog gegen den Spanier Rafael Nadal 3:6,6:7(3) den Kürzeren. Isner wird übrigens am Freitag nächster Woche in der Wiener Stadthalle bei der Ö3-Wecker-Challenge gegen zehn Hobbyaktiven zum Aufschlag-Duell antreten.

Keine Blöße gab sich in Shanghai der topgesetzte Novak Djokovic, der Serbe besiegte mit dem Spanier Feliciano Lopez den Bezwinger von Dominic Thiem 6:2,6:3. Der Niederösterreicher schied am Donnerstag auch im Doppel aus, mit dem Belgier David Goffin unterlag er den Franzosen Pierre-Hugues Herbert/Nicolas Mahut (FRA-4) im Achtelfinale 6:7(9),1:6.