Erstellt am 03. Juli 2017, 21:36

von APA Red

Wawrinka in erster Wimbledon-Runde ausgeschieden. Mit dem fünftgesetzten Schweizer Stan Wawrinka hat das Tennis-Grand-Slam-Turnier von Wimbledon am Montag den ersten Topstar verloren. Der Finalist der vergangenen French Open unterlag in der ersten Runde dem Russen Daniil Medwedew in 2:06 Stunden mit 4:6,6:3,4:6,1:6. Ohne Satzverlust kamen hingegen der zweifache britische Wimbledonsieger Andy Murray und der Spanier Rafael Nadal in die zweite Runde

Enttäuschung bei Wawrinka  |  APA/ag.

Der dreifache Major-Sieger Wawrinka musste sich schon früh in der Partie am linken Knie behandeln lassen und kühlte die schmerzende Stelle immer wieder. Für die Nummer drei der Weltrangliste bedeutete die Niederlage die erste Auftaktpleite bei einem Grand-Slam-Turnier seit den French Open 2014. Der 21-jährige Medwedew hingegen bestätigte seine gute Rasenform, nachdem er in Eastbourne bis ins Halbfinale vorgedrungen war.

Besser lief es für die anderen Favoriten. Der Weltranglisten-Erste Murray ließ sich auch durch zwei Regenunterbrechungen nicht aus dem Rhythmus bringen und bezwang zum Auftakt den für Kasachstan spielenden Lucky Loser Alexander Bublik 6:1,6:4,6:2. Der Brite trifft nun auf den Deutschen Dustin Brown. Murrays Erstauftritt war mit Spannung erwartet worden, hatten ihn in den vergangenen Tagen doch Hüftschmerzen geplagt. "Ich habe mich gut bewegt und fühle mich von Tag zu Tag besser", gab der Schotte, der sich in 1:44 Stunden durchsetzte, anschließend Entwarnung.

Ebenso souverän meisterte Nadal seine Aufgabe. Der Wimbledon-Sieger von 2008 und 2010 eliminierte in seinem heuer ersten Spiel auf Rasen den Australier John Millman 6:1,6:3,6:2. Der Spanier hatte nach einer ebenso intensiven wie erfolgreichen Sandplatzsaison auf die traditionellen Vorbereitungsturniere auf Rasen verzichtet.

Leise Zweifel an seinem Formstand erstickte der 31-Jährige bei seinem ersten Auftritt seit dem zehnten French-Open-Sieg im Keim. "Ich habe zu Beginn versucht, Fehler zu vermeiden und sicher zu spielen. Aber zum Schluss habe ich ein paar großartige Schläge gezeigt", zog Nadal eine zufriedene Bilanz. Nächster Gegner ist am Mittwoch die Nummer 43 der Welt, der US-Amerikaner Donald Young.

Der als Nummer 20 gesetzte Australier Nick Kyrgios musste beim Stand von 3:6,4:6 gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert aufgeben. Es ging für den Achtelfinalisten des Vorjahres trotz einer Behandlung nicht mehr weiter. Kyrgios hatte vor dem Turnierstart an einer Hüftblessur laboriert.

Bei den Damen gab es zum Auftakt keine Überraschungen bei den Topspielerinnen. Die als Nummer 2 gesetzte Rumänin Simona Halep hatte gegen die Neuseeländerin Marina Erakovic (6:4,6:1) ebenso wenig Mühe wie die fünffache Wimbledon-Siegerin Venus Williams aus den USA gegen Elise Mertens aus Belgien (7:6(7),6:4).

Wegen der jüngsten Anschläge in London begannen die Hauptbewerbe in Wimbledon mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Zum Schutz des sportlichen Großereignisses seien Undercover-Beamte sowie bewaffnete Beamte im Dienst, sagte Turnierchef Richard Lewis am Montag vor Journalisten. Zudem seien an der Straße zu den Plätzen Absperrungen installiert worden.

Sowohl die Sicherheitsbehörden als auch die Ausrichter des Turniers hätten ihre Vorkehrungen verschärft, hob Lewis hervor. Dies sei auch im Sinne der Spieler. "Sie sagen, sie fühlen sich sicher und es ist etwas, an das sie in aller Welt gewöhnt sind", erklärte der Chef des "All England Lawn Tennis and Croquet Club". Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon dauert zwei Wochen. Durchschnittlich 40.000 Zuschauer verfolgen die Spiele täglich live vor Ort.