Erstellt am 13. April 2017, 09:11

von APA Red

Sicherheitskonzepte in Österreich werden überarbeitet. Nach den Terroranschlägen in den vergangenen Tagen und Wochen hat Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) eine Überarbeitung der bestehenden Sicherheitskonzepte veranlasst.

70 Cobra-Beamte rund um die Uhr im Einsatz  |  APA (Symbolbild)

Die Landespolizeidirektionen wurden aufgefordert, sämtliche Ablauf- und Sicherheitspläne an aktuelle Bedrohungsszenarien anzupassen. Hinweise oder eine konkrete Gefahr gibt es derzeit nicht, betonte er.

Einerseits sollen damit potenzielle Anschläge verhindert werden, anderseits könne man so im Ernstfall rasch reagieren, teilte Sobotka mit. Rund um die Uhr sind 70 Cobra-Beamte im Einsatz, um im Ernstfall eingreifen zu können. Zusätzliche Rufbereitschaft ermögliche auch eine rasche Aufstockung der Spezialeinsatzkräfte. Weiters stehen an allen bundesweiten Standorten Helikopter bereit.

"Wir werden auch die Anzahl von uniformierten und zivilen Einsatzkräften maßgeblich erhöhen, um für die bestmögliche Sicherheit unserer Bevölkerung zu sorgen", erklärte Sobotka. Neben sichtbaren Maßnahmen gebe es auch solche, die für die Öffentlichkeit nicht wahrnehmbar sind. "Auch wenn es gegenwärtig keinen Hinweis auf eine konkrete Gefahr gibt, werden wir nichts dem Zufall überlassen", betonte der Minister. Die derzeitige erhöhte Gefährdungslage besteht bereits seit den Terroranschlägen in Paris im November 2015.

Die Polizeibehörden stehen außerdem in Kontakt mit Organisatoren, um bei Veranstaltungen für Schutz zu sorgen. Diese Sicherheitsmaßnahmen können etwa temporäre Barrieren in Absprache mit den zuständigen Behörden umfassen.