Erstellt am 17. Juli 2017, 15:22

von APA Red

Inflationsrate im Juni stabil bei 1,9 Prozent. Die Inflationsrate hat im Juni in Österreich unverändert 1,9 Prozent betragen. Wichtigster Preistreiber waren Bewirtungsdienstleistungen, gefolgt von Nahrungsmitteln und Mieten, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Sprit spielte nur mehr eine geringe Rolle und war im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent teurer.

Bewirtungsdienstleistungen verteuerten sich am stärksten  |  APA (dpa)

Der tägliche Einkauf war im Juni deutlich teurer als vor einem Jahr: Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen und den Kaffee im Kaffeehaus enthält, erhöhte sich laut Statistik Austria um 3,8 Prozent. Der Miniwarenkorb, der den Wocheneinkauf abbildet und auch Dienstleistungen und Sprit enthält, war um 2,1 Prozent teurer.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum ist im Juni auf 1,3 Prozent leicht gesunken. Die gesamte EU verzeichnete eine Teuerungsrate von 1,4 Prozent, geht aus Daten von Eurostat vom Montag hervor.

Die Arbeiterkammer fordert anhand dieser Zahlen, dass Wohnen billiger werden müsse. Die Mieten sind mehr als doppelt so stark gestiegen (plus 4,2 Prozent) wie die Gesamtinflation (1,9 Prozent). "Leider ist eine Mietrechtsreform auf der Strecke geblieben", bedauert AK-Präsident Rudolf Kaske am Montag in einer Pressemitteilung.

Ohne Bewirtungsdienstleistungen, Nahrungsmittel und Mieten hätte die Inflation 1,1 Prozent betragen. Bewirtungsdienstleistungen waren im Juni um 3,0 Prozent teurer, Restaurants und Hotels um durchschnittlich 2,9 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise stiegen insgesamt um 2,3 Prozent. Wohnungsmieten verteuerten sich um 4,2 Prozent und damit stärker als im Mai mit 3,8 Prozent.

Der für europäische Vergleichszwecke errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI 2015) stieg im Jahresvergleich um 2,0 Prozent.