Erstellt am 22. Juli 2016, 14:19

von APA Red

VGT erzielte Etappensieg gegen Fasanjagd. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat im Kampf gegen die Treibjagd auf ausgesetzte Zuchtfasane in Thal bei Graz einen Etappensieg erzielt.

 |  APA (dpa)

Das Landesverwaltungsgericht Steiermark entschied, dass die Freilassung von 1.500 Fasanen im Jahr 2014 ohne Zustimmung der Landesregierung erfolgt war und daher zu bestrafen sei. Damit wurde einer Beschwerde der Jäger nicht stattgegeben.

Jene, die die Tiere ausgesetzt hatten, wurden zu einer Strafe verurteilt, sie haben aber gegen die Entscheidung im März 2016 eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht (LVwG) eingebracht. Dieses entschied Ende Mai, dass die Beschwerde abgewiesen wird. Die Strafe für die Auswilderung der 1.500 Fasane sei zulässig. Eine ordentliche Revision gegen den Beschluss des LVwG ist nicht mehr möglich.

Der VGT kritisierte am Freitag die Sichtweise der Jägerschaft, die in ihrer Rechtfertigung zur Freilassung der Fasane von einer "Freizeitbeschäftigung" sprach: "Dem Jagdgesetz könne nicht entnommen werden, dass die Jagd überhaupt im Allgemeinen bloßes Hilfsinstrument zur Erfüllung der Hege sei." Da 2015 abermals rund 1.500 Fasane auch für Treibjagden in Thal freigelassen worden waren, seien auch da noch nicht alle rechtlichen Schritte ausgeschöpft. VGT-Obmann Martin Balluch zeigte sich in einer Aussendung optimistisch, dass auch das noch bestraft werde und durch das Stopfen von Gesetzeslücken nach und nach "diese Praxis im Mistkübel der Geschichte verschwindet".