Olbendorf

Erstellt am 09. August 2016, 11:43

von Vanessa Bruckner

Olbendorf: 13 Kugeln für Kater „Mutzi“!. Besitzer finden Kater „Mutzi“ schwer verletzt vor dem Haus. Röntgenbild zeigt Schrotkugeln und gebrochenes Bein - Anzeige.

Noch nicht über dem Berg. Der Zustand des Tieres ist aktuell noch zu schlecht um die Schrotkugeln aus seinem Körper operieren zu können. Tierarzt Wilhelm Baldasti kämpft weiter um das Leben des Katers. Foto: zVg  |  zVg

Noch nicht über dem Berg. Der Zustand des Tieres ist aktuell noch zu schlecht um die Schrotkugeln aus seinem Körper operieren zu können. Tierarzt Wilhelm Baldasti kämpft weiter um das Leben des Katers. Foto: zVg  |  zVg

Wilhelm Baldasti tut, was er kann, „aber der Katze geht es aktuell noch so schlecht, dass wir sie nicht operieren und die Kugeln entfernen können“, berichtet der Tierarzt aus Oberwart. Kater „Mutzi“ war vier Tage lang abgängig. Dann fanden seine Besitzer ihn schwer verletzt vor dem Haus.

„Wir sind sofort zum Tierarzt mit ihm gefahren. Das Röntgenbild hat dann 13 Kugeln in seinem Körper gezeigt und auch ein Bein ist gebrochen“, erzählt Besitzerin Stefanie Heinzl und sagt weiter: „Egal, ob es ein Jäger oder sonst jemand war, aber das ist definitiv Tierquälerei.“ Die Familie von Mutzi hat den Fall deshalb jetzt auch bei der zuständigen Polizei angezeigt.

„Tief in den Wald geht unser Kater nicht“

Noch nicht über dem Berg. Der Zustand des Tieres ist aktuell noch zu schlecht um die Schrotkugeln aus seinem Körper operieren zu können. Tierarzt Wilhelm Baldasti kämpft weiter um das Leben des Katers. Foto: zVg  |  zVg

Mutzi streunt, so ihre Besitzerin, gerne öfter mal im angrenzenden Waldgebiet herum. „Aber er bewegt sich dabei am Waldrand, da hat er seine Route, die spaziert er täglich ab. Tief rein in den Wald geht unser Kater nicht“, so Heinzl.

Laut Jagdgesetz dürfen Jäger nämlich auf wildernde Hunde und Katzen, die mehr als 200 Meter vom Wohngebiet entfernt herumstreunen, schießen. „Aber 13 Kugeln, nur weil einem die Katze im Weg war?“, fragt sich Mutzis Besitzerin abschließend. Ob es sich um Tierquälerei handelt, soll jetzt die Polizei klären.