Erstellt am 18. April 2017, 09:43

von APA Red

Auch im April: Erhebliche Lawinengefahr auf Bergen. Die Experten des Lawinenwarndienstes haben am Dienstag vor den tief winterlichen Verhältnissen auf Tirols Bergen gewarnt. Oberhalb von 2.000 Metern wurde die Lawinengefahr als erheblich, also mit Stufe 3 der fünfteiligen Skala eingestuft. Lokal gab es in den vergangenen 24 Stunden bis zu einem halben Meter Neuschneezuwachs.

Große Neuschneemengen sorgen für Gefahr  |  APA

Die Schneefallgrenze sank am Dienstag langsam bis in Tallagen. In der Silvretta, dem Raum Arlberg/Außerfern, entlang der Nordalpen sowie in den Kitzbüheler Alpen waren es verbreitet 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal auch bis zu 50. Inneralpin sowie entlang des Zillertaler- und Tauernkammes betrug der Zuwachs zunächst 15 bis 20 Zentimeter, im übrigen Nord- und Osttirol etwas weniger.

Zudem sorgte lebhafter bis starker Wind aus West bis Nordwest für Verfrachtungen. Frischer Triebschnee lag zum Teil auf lockerem Neuschnee, zum Teil auch auf älteren Triebschneeansammlungen. Dadurch sei die Störanfälligkeit entsprechend hoch, warnten die Experten.

Triebschneeansammlungen ließen sich häufig schon durch geringe Zusatzbelastung, also durch einen einzelnen Wintersportler auslösen. Gefahrenstellen waren in steilen Hängen, Kammlagen sowie eingewehten Rinnen und Mulden aller Expositionen oberhalb von 2.000 Metern zu finden. Vereinzelt könnten Lawinen auch bis in tiefere Schichten durchreißen und dann mittlere Größen erreichen, hieß es. Aus steilen Einzugsgebieten seien einzelne Selbstauslösungen oberflächlicher Lockerschneelawinen möglich.