Erstellt am 15. Januar 2016, 15:26

von APA/Red

Totes Baby im Mistkübel einer Wohnung im Pinzgau entdeckt. Der Fall einer Kindestötung ist am Freitag in Salzburg bekannt geworden.

 |  NOEN, APA (Webpic)

Eine 35-jährige Frau soll ihr Baby zwischen 6. und 7. Jänner in ihrer Unterkunft im Bezirk Zell am See geboren haben. Das Baby wurde von Polizisten tot in einem Mistkübel in der Küche der Wohnung entdeckt. Es war in einem Plastiksack verpackt. Eine Obduktion ergab, dass das Neugeborene bei der Geburt noch gelebt hatte.

Die 35-Jährige, die als selbstständige Pflegehelferin arbeitet, hatte nach der Geburt das Krankenhaus Schwarzach im Pongau aufgesucht. Sie klagte über Bauchschmerzen. Die Ärzte schöpften Verdacht und erstatteten Anzeige. "Die Frau erklärte, dass das Kind bereits bei der Geburt tot war", erklärte der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Robert Holzleitner, am Freitag. Es habe sich um einen weiblichen Säugling gehandelt.

Die bisher unbescholtene Rumänin wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen "Tötung eines Kindes bei der Geburt" (Paragraf 79 StGB) eingeleitet. Im Falle eines Schuldspruches droht der Beschuldigten ein Strafrahmen von einem Jahr bis zu fünf Jahren Haft.