Erstellt am 19. Februar 2016, 06:54

von Peter Wagentristl

Totes Schwein am Wegesrand "entsorgt". Auf einem Güterweg am Waldrand wurde ein teilweise mit einer Plane verdeckter Tierkadaver gesichtet.

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Vergangene Woche musste sich ein Jogger auf seiner Runde über einen ungewöhnlichen Fund wundern. Am Straßenrand beim Pöttelsdorfer Anger lag ein halb verhüllter Schweinekadaver. Das tote, nur mit einer Plane und Steinen abgedeckte Tier wurde neben einem Schweinezuchtbetrieb abgelegt. Auch am Tag darauf erregte das Schwein noch Aufmerksamkeit.

Nach Auskunft beim Amtstierarzt sind tote Tiere bis zur Abholung durch die Tierkörperverwertung sorgfältig abzudecken und müssen an einem geschützten Platz so aufbewahrt werden, dass keine Tiere wie Ratten angelockt werden und Passanten weder durch Geruch noch optisch belästigt werden können.

Gemeldet wurde der Fall jedoch nicht bei Amtstierarzt Herbert Wildt, eine solche Meldung durch die Tierkadaververwertung sei jedoch auch nicht zwingend nötig. Einen solchen Fall habe er aber „bisher noch nicht gesehen.“ Sollte das Schwein tatsächlich unzulässig abgedeckt bis zur Abholung am Wegesrand gelegen sein, wäre dies ein Verstoß gegen das Tierseuchenschutzgesetz, so Wildt. Seitens der Tierkörperverwertung konnte nur bestätigt werden, dass Kadaver aus Pöttelsdorf abgeholt wurden, jedoch nicht, um welches Tier es sich handelt. Im angrenzenden Schweinezuchtbetrieb war für die BVZ bisher niemand erreichbar. Auch am Gemeindeamt zeigt man sich bezüglich des verendeten Tieres und dessen Herkunft wenig informativ.

Das tote Tier wurde von einem verwunderten Jogger an zwei Tagen hintereinander gesichtet. Kadaver müssen bis zur Abholung abgedeckt werden.