Erstellt am 17. Juni 2016, 09:21

Traditionen sind neun von zehn Österreichern wichtig. Die Pflege heimischer Bräuche und Traditionen ist neun von zehn Österreichern ein Anliegen. 52 Prozent halten das sogar für enorm wichtig.

 |  NOEN, APA

Konkret befürworten es 55 Prozent sehr, dass schon in Kindergarten und Schule Rituale gelehrt werden. Für 53 Prozent ist es von hoher Bedeutung, dass Zuwanderern österreichisches Brauchtum vermittelt wird, so eine am Freitag in Linz veröffentlichte IMAS-Studie.

Das Meinungsforschungsinstitut hatte im April und Mai 1.007 Österreicher ab 16 Jahre befragt, wie sie es mit Traditionen halten. Vor allem Frauen und Personen ab 60 Jahren legen überdurchschnittlichen Wert darauf. Weiters zeigte sich, dass es den Befragten - bis auf ein Prozent, dem es komplett unwichtig ist - nicht nur grundsätzlich um die Wahrung von Bräuchen geht, sondern dass sie diese auch leben. Am häufigsten angekreuzt wurden in einer vorgegebenen Auswahl das Feiern von Weihnachten (86 Prozent), von Silvester (84 Prozent), des Muttertags (74 Prozent) und von Ostern (71 Prozent) - vorwiegend Traditionen, die stark vom christlichen Glauben geprägt sind.

Im Durchschnitt pflegen die Befragten elf von insgesamt 31 angeführten Bräuchen selber, 21 Prozent von ihnen 16 und mehr. Almabtrieb, Trachten- oder der Liebstattsonntag wurden am seltensten genannt (9, 8 und 7 Prozent). Höher ist das Kennen und Wissen um die Bedeutung von Ritualen. So kennen die Österreicher im Schnitt 21 Bräuche, einen wesentlichen Unterschied zwischen Stadt und Land konnte IMAS nicht ausmachen.