Erstellt am 14. September 2015, 13:27

von APA/Red

Tschürtz fordert Rücktritt der Bundesregierung. Burgenlands Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) hat am Montag wegen der Flüchtlingssituation Konsequenzen auf Bundesebene gefordert. Besser heute als morgen solle "die Bundesregierung zurücktreten - wegen Totalversagen", so Tschürtz.

Landesparteiobmann Johann Tschürtz (FPÖ) trifft am Mittwoch zu den Sondierungsgesprächen mit der SPÖ in Eisenstadt ein. Foto: APA/Hans Punz  |  NOEN, APA/Hans Punz
Besser heute als morgen solle "die Bundesregierung zurücktreten - wegen Totalversagen", so Tschürtz. Er fordere auch, "dass das Bundesheer schlagkräftiger wird. Denn es ist unverantwortlich, wie das Bundesheer kaputtgespart wird", so Tschürtz zur APA. Das Heer gehöre "sofort an die Grenze". Es sei jedoch "nicht sofort einsatzfähig" gewesen, weil es keine Anweisungen bekommen habe und weil man die Kapazitäten nicht gehabt habe. "Da hat wirklich die Bundesregierung tatenlos zugesehen", erklärte Tschürtz.

Anstieg der Asylanträge: "Unverantwortlich, ja sogar gefährlich"

Heute würden anscheinend 20.000 Flüchtlinge nach Österreich kommen. In vier Tagen wären das 80.000 bis 90.000, rechnete Tschürtz: "Wenn die nur das Wort Asyl sagen, muss bei uns schon das Asylverfahren eingeleitet werden. Und das ist nicht verkraftbar." Er rechne durch die Grenzkontrollen in Deutschland damit, dass die Zahl der Asylanträge in Österreich stark ansteigen werde. Das sei aus seiner Sicht "unverantwortlich, ja sogar gefährlich."

Flüchtlinge, die jetzt noch nach Österreich wollen, solle man so behandeln wie Deutschland: "Einfach Stopp sagen, wir machen die Grenzen dicht. Anders geht es gar nicht, weil sonst reißt dieser Flüchtlingsstrom nicht ab."