Erstellt am 18. März 2016, 09:40

Untersuchungen nach Sturz von Auto in Donaukanal. Die Staatsanwaltschaft hat die Sicherstellung des Pkw angeordnet, der am Donnerstagvormittag bei einem Auffahrunfall in der Schüttelstraße in Wien-Leopoldstadt in den Donaukanal gestürzt war, sagte am Freitag ein Sprecher der Wiener Polizei.

 |  NOEN, APA

Vermutet wird ein Fahrfehler des 73-jährigen Lenkers, der sich nicht aus dem Wrack befreien konnte und getötet wurde. Der Mann war zu einem Autohändler in Wiener Neustadt gefahren und hatte dort einen Wagen bestellt. Zur Überbrückung der Wartezeit bekam er einen Mercedes A180 als Leihfahrzeug. Der Unfall ereignete sich im Zuge seiner Rückfahrt nach Wien, vermutlich weil der Pensionist nicht an ein Automatikfahrzeug gewöhnt war und irrtümlich mit dem linken Fuß auf die Bremse gestiegen ist, weil er kuppeln wollte. Der Mercedes blieb abrupt stehen. Der Lkw-Lenker hinter ihm konnte sein Betonmischfahrzeug nicht mehr abbremsen und krachte ins Heck, wodurch das Auto in den Donaukanal gestoßen wurde.

Ein Zeuge sowie der Lkw-Chauffeur wollten noch ins Wasser springen, um den Autofahrer zu retten. Doch aufgrund der starken Strömung wurde der Mercedes rund 100 Meter abgetrieben und kam dann auf dem Grund zu stehen. Wegen der schlechten Sicht im Wasser konnte das Auto erst von einem Christophorus-Hubschrauber des ÖAMTC aus der Luft geortet werden. Auch die Bergungsarbeiten von Tauchern der Feuerwehr und der Polizei gestalteten sich schwierig, der Einsatz führte zu umfangreichen Staus. Kurz nach 17.00 Uhr wurde das geschlossene Fahrzeug aus dem Donaukanal gezogen, der tote Lenker daraus geborgen.