Erstellt am 07. April 2017, 11:36

von APA Red

Straßenverkehr für Kinder weiter viel zu gefährlich. Alle vier Stunden wird in Österreich ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Freitag bekannt gab. Seit 2006 kamen 133 Kinder bei solchen Crashs ums Leben. Zudem wurden 33.000 Kinder verletzt. Jedes dritte Todesopfer (42) war laut VCÖ zu Fuß unterwegs.

VCÖ fordert verstärkte Verkehrsberuhigung  |  APA (Hochmuth)

In den Jahren 2015 und 2016 betrug der Anteil der als Fußgänger tödlich verunglückten Kinder sogar 45 bzw. 43 Prozent. Am Dienstag starb in Wien ein siebenjähriges Kind, nachdem es von einem Pkw niedergefahren worden war.

"Die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder ist in Österreich nach wie vor beschämend hoch", meinte VCÖ-Experte Markus Gansterer. "Das Verkehrssystem nimmt auf die Schwächsten viel zu wenig Rücksicht."

Gerade im Ortsgebiet wünscht sich der VCÖ verstärkte Maßnahmen, um das Verkehrssystem kindgerechter und damit sicherer für Kinder zu machen. Neben verstärkter Verkehrsberuhigung, übersichtlichen Straßenübergängen und mehr Tempokontrollen sind die Straßen so zu gestalten, dass sie nicht zum Schnellfahren einladen.

Ob 30 oder 50 km/h gefahren wird, macht für die Sicherheit von Kindern einen sehr großen Unterschied, so der VCÖ. Bei Tempo 30 beträgt der Anhalteweg, also Reaktionsweg und Bremsweg, rund elf Meter, bei Tempo 50 ist der Anhalteweg doppelt so lange. Bei Tempo 50 würde nach elf Metern das Auto ein Kind mit voller Geschwindigkeit treffen.