Erstellt am 21. Mai 2017, 12:05

von APA Red

Trump bespricht mit arabischen Staatschefs. US-Präsident Donald Trump hat am zweiten Tag seines Besuchs in Saudi-Arabien Staatsführer der arabischen Welt getroffen.

Treffen mit Ägyptens Präsident Al-Sisi  |  APA/dpa

Mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, wollte er am Sonntagvormittag über ein Waffengeschäft sprechen. Zuvor traf Trump den König des Golfstaats Bahrain, Hamad bin Isa al-Khalifa, und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi.

"Eine der Sachen, über die wir diskutieren werden, ist der Kauf von jeder Menge schöner militärischer Ausrüstung, weil das niemand macht wie die Vereinigten Staaten", sagte Trump zu Beginn des Gesprächs mit Scheich Tamim nach Angaben von mitreisenden Journalisten. Für die USA bedeute das "Jobs", für die Region "großartige Sicherheit".

Die USA und Saudi-Arabien hatten bereits am Samstag am ersten Tag von Trumps Besuch in Riad ein Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Mrd. Euro) abgeschlossen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Saudi-Arabien sogar Waffen im Wert von etwa 350 Mrd. Dollar aus den USA kaufen.

Beim Treffen mit Al-Sisi nahm der US-Präsident eine Einladung zu einem Besuch in Ägypten an. "Wir werden das unbedingt sehr bald auf die Liste setzen", sagte Trump bei dem Gespräch in Riad. Trump lobte zugleich die Sicherheit in Ägypten, die "sehr stark" zu sein scheine. Sisi rühmte den US-Präsidenten als "einzigartige Persönlichkeit, die in der Lage ist, das Unmögliche zu tun". Ägyptens autokratischer Staatschef und Trump pflegen seit dessen Amtsantritt enge Beziehungen.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu will indes nach eigenen Worten mit Trump über Möglichkeiten zur Wiederbelebung des Friedensprozesses mit den Palästinensern sprechen. Netanyahu sagte am Sonntag bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem: "Ich werde mit dem Präsidenten Trump über Wege zur weiteren Stärkung unseres robusten Bündnisses sprechen."

Man wolle die Sicherheitszusammenarbeit weiter ausbauen. "Wir werden auch über Wege sprechen, den Frieden voranzubringen", sagte er. Die letzten Friedensverhandlungen unter US-Vermittlung waren 2014 unter der Obama-Regierung gescheitert. Das Verhältnis zwischen Obama und Netanyahu war gestört. An Trump gerichtet sagte Netanyahu nun: "Die Bürger Israels werden Sie mit offenen Armen empfangen." Trump beginnt am Montag seinen ersten Besuch in Israel und den Palästinensergebieten.

In Riad wird Trump am Sonntag noch an einem Treffen des Golfkooperationsrates und einem US-islamischen Gipfel mit Dutzenden Staatschefs teilnehmen, auf dem er auch eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede zum Islam halten wird.