Erstellt am 12. Dezember 2015, 09:38

Weiße Weihnachten 2015?. Nur noch 12 Tage bis Weihnachten und vom Winter ist weit und breit keine Spur.

winterliches Idyll  |  NOEN, danibert
Das ist laut dem Wetterdienst UBIMET die Kurzfassung der Aussichten für die Tage bis zum Fest. Dementsprechend schlecht stehen auch die Chancen, dass das Christkind durch den Schnee stapft.

Kein bisschen Winter

Der Advent schreitet mit Riesenschritten voran, in gerade einmal 12 Tagen steht das für viele schönste Fest des Jahres an. Wenig weihnachtlich zeigt sich im Moment jedenfalls die Natur, findet man doch selbst in den Skigebieten nur auf den künstlich beschneiten Pisten ein wenig Schnee vor. Das wird sich aller Voraussicht nach auch in nächster Zeit kaum ändern. „Von Westen her gelangen bis über den vierten Adventsonntag hinaus laufend ausgesprochen milde Luftmassen in den Alpenraum.

Der Winter hat somit bis auf Weiteres keine Chance“, weiß UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. Zwar ist zur Wochenmitte vor allem in den Alpen oberhalb von 1200 bis 1800 m Neuschnee zu erwarten, darunter handelt es sich aber fast ausnahmslos um Regen. „In den Südalpen setzt sich die teils extreme Trockenheit fort. Regen und Schneefall greifen hier weiterhin nur in stark abgeschwächter Form über“, sagt Lukas.

Kaum Chancen auf 'Weihnachtsschnee'

Eine genaue Prognose für den Heiligen Abend ist freilich noch nicht möglich, aber auch nach dem vierten Advent zeichnet sich nach neuestem Stand kein nachhaltiger Wintereinbruch ab. „Somit liegen die Chancen für ein weißes Fest im Flachland nur noch im einstelligen Prozentbereich, aber selbst in vielen Alpentälern dürfte es mit Schnee sehr schwer werden. Das gilt besonders für die Regionen südlich des Alpenhauptkamms wie Osttirol, Kärnten und weite Teile der Steiermark. Hier bleiben Regen und Schneefall weiterhin oft aus“, sagt Lukas.

Dennoch sollte man die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben. „Immerhin sind es noch knapp zwei Wochen bis Weihnachten und in dieser Zeit sind durchaus noch Überraschungen möglich. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt“, bleibt der Meteorologe optimistisch.

Fast 20 Grad Temperaturspanne

Das dritte Wochenende im Advent bringt zumindest in den Alpentälern einen Hauch von Winter. In St. Michael im Lungau wurden Samstagfrüh nur -10,4 Grad gemessen. Ganz anders hingegen im östlichen Flachland, wo der auffrischende Westwind die Temperaturen noch während der Nachtstunden deutlich anstiegen ließ.

Bereits um 6 Uhr in der Früh zeigte das Thermometer in Brunn am Gebirge, Reichenau an der Rax und in der Wiener Innenstadt +9 Grad an. Somit gab es zu diesem Zeitpunkt in Österreich eine durchaus beachtliche Temperaturspanne von knapp 20 Grad“, weiß Lukas. Die heutigen Frühwerte im Osten liegen zudem um fast 10 Grad höher, als die gestrigen Tageshöchstwerte. „In Teilen Wiens sowie im Weinviertel gab es am Freitag vielerorts sogar den ersten Eistag dieses Winters.

Die Temperaturen blieben also auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt“, erklärt der Experte. Für den Besuch an einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte hat der Meteorologe außerdem noch einen Tipp parat: „Bei 0 bis +10 Grad können Haube und Schal sowohl heute Samstag als auch am morgigen Sonntag getrost zu Hause bleiben.“