Erstellt am 27. Juli 2016, 11:15

von APA Red

Kinder über Gleise: Drei Lehrerinnen entlassen. Die Entlassung von drei Lehrerinnen einer Wiener Volksschule, die 83 Kinder bei einem Schulausflug in Leobendorf (NÖ, Bezirk Korneuburg) trotz geschlossener Bahnschranken über Zuggleise geführt haben, ist nun fix.

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Diese sei mit gestrigem Dienstag schriftlich ausgesprochen und den Betroffenen zugestellt worden, bestätigte ein Sprecher des Stadtschulrats am Mittwoch entsprechende APA-Informationen.

Offen ist noch, ob auch die vierte Lehrerin, die bei dem Vorfall in Leobendorf (Bezirk Korneuburg) ebenfalls dabei war, ihren Job verliert. Sie hat ein Beamtendienstverhältnis und muss sich einem Disziplinarverfahren stellen. Laut Stadtschulrat wird dieses wohl gegen Ende August anlaufen.

Der Vorfall Ende Juni hatte für großes Aufsehen gesorgt. 83 Kinder sollen bei einem Schulausflug trotz geschlossenem Bahnschranken über die Schienen geführt worden sein, um den Zug nach Wien nicht zu versäumen. Wenig später soll ein Regionalzug den Bahnhof ohne Halten durchfahren haben. Zur den dienstrechtlichen könnten auch strafrechtliche Konsequenzen kommen: Die vier Lehrerinnen sowie sieben Begleitpersonen wurden wegen fahrlässiger Gemeingefährdung angezeigt.

Prekär an der Sache aus Schüler- bzw. Elternsicht ist, dass der betroffene Schulstandort aus nur wenigen Klassen besteht. Er ist eine Dependance einer in der Nähe gelegenen Volksschule. Durch die dienstrechtliche Maßnahme verliert er einen Großteil der Lehrkräfte. Seitens des Stadtschulrats hatte man bereits vor zwei Wochen beruhigt, dass die Schule nicht in Gefahr sei und die Lehrkräfte bis Schulbeginn im September nachbesetzt würden.