Erstellt am 21. Mai 2017, 11:58

von APA Red

Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch. Das Wiener Erzbischöfliche Palais ist Veranstaltungsort einer Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch. Die Schau vom 8. Juni bis 16. Juli stellt sowohl wissenschaftliche Forschungsergebnisse wie auch theologische Sichtweisen vor.

Die Wissenschaft rätselt über das Turiner Grabtuch  |  APA (dpa/ANSA)

Kernstücke der Ausstellung sind das Grabtuch in einer originalgroßen Kopie und eine dem Abdruck entsprechende Figur, berichtete Kathpress am Sonntag.

Aber auch weitere Stücke wie eine Dornenhaube und Nägel, die vor rund 2.000 Jahren bei einer Kreuzigung verwendet wurden, sind zu sehen. Organisiert wird die Ausstellung vom Malteser-Orden. Das Turiner Grabtuch ist 4,36 mal 1,10 Meter groß und zeigt den Doppel-Abdruck eines kräftig gebauten, 1,81 Meter großen Mannes mit langen Haaren, Schnurr- und geteiltem Backenbart. Seit mehr als 100 Jahren versuchen Wissenschafter aus aller Welt sein Geheimnis zu enträtseln.

Einig sind sich die Forscher, dass der "Mann des Grabtuchs" alle Merkmale der in der Bibel beschriebenen Kreuzigung aufweist. Trotzdem: Das Grabtuch wird von der Katholischen Kirche offiziell nicht als Reliquie anerkannt. Im vatikanischen Sprachgebrauch wird dafür von einer "Ikone" gesprochen.

SERVICE: Ausstellung im Wiener Erzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien, vom 8. Juni bis 16. Juli. Öffnungszeiten: jeweils Dienstag bis Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr und Sonntag von 10.00 bis 14.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden für Familien in Not sind erbeten. Infos: