Erstellt am 09. März 2016, 15:31

Wiener Herrengasse wird zur Begegnungszone. Die Herrengasse in der Wiener Innenstadt wird auf ihrer gesamten Länge zur Begegnungszone umgestaltet.

Der Umbau der Herrengasse startet Ende April  |  NOEN, APA (ZOOM VP.AT)

Auf der 430 Meter langen Verbindung zwischen Michaelerplatz und Freyung gibt es dann keine Trennung zwischen Fußgänger- und Rad- bzw. Autoverkehr mehr. Der Umbau startet Ende April, bis zum November soll das Projekt fertig sein, kündigte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Mittwoch an.

Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich laut Aussendung auf rund sechs Millionen Euro. Das Besondere: Der überwiegende Teil der Finanzierung - 5,5 Millionen - kommt aus privater Hand. Dahinter steht die Initiative "Herrengasse +" - ein Zusammenschluss der dort angesiedelten Liegenschaftseigentümer, die sich seit geraumer Zeit für eine Aufwertung der Straße einsetzt. "Die Beiträge der jeweiligen Eigentümer bemisst sich prozentuell nach der Frontlänge des entsprechenden Gebäudes", erklärte Initiativensprecher Wolfgang Spitzy. Sprich: Die Gesamtkosten werden nach Hauslänge aufgeteilt.

Vassilakou selbst freute sich auf den "FußgängerInnen-Boulevard". Neben der 430 Meter langen Herrengasse, die großteils mit Naturstein gepflastert wird - nur die Fahrflächen entlang der Fiakerrouten erhalten eine Betonoberfläche -, wird auch der 120 Meter lange Bereich Fahnengasse/Wallnerstraße neu gestaltet. Die noch bestehenden Höhenunterschiede zwischen Geh- und Fahrbereich werden nivelliert. Ausgenommen ist die Bushaltestelle nahe dem Michaelerplatz.

Die Busrouten samt Stationen bleiben übrigens unverändert. Das gilt auch für Ladezonen und Vorfahrtsflächen. Bevor die Straßenoberfläche ab Mai umgebaut wird, beginnt schon im April die Erneuerung der Wasserrohre. Für die hier notwendigen 480.000 Euro kommt die Stadt auf.

City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) zeigte sich per Aussendung erfreut über die künftige Begegnungszone und sparte nicht mit Dank an Vassilakou. Er wünscht sich aber, dass die wegfallenden Parkplätze - etwas mehr als 20 an der Zahl - kompensiert werden. Außerdem seien Anrainer und Wirtschaftstreibende nicht rechtzeitig informiert worden, was nachgeholt werden müsse. Das sei aber inzwischen zugesagt worden.