Erstellt am 14. Juni 2016, 11:29

Zuwanderung nach Österreich im Vorjahr deutlich gestiegen. Die Zuwanderung nach Österreich ist im Vorjahr deutlich gestiegen.

 |  NOEN, APA (Symbolbild)

Verantwortlich dafür waren vor allem Personen aus Bürgerkriegsländern wie Syrien und Afghanistan. Insgesamt sind laut Statistik Austria knapp 15 Prozent der in Österreich lebenden Personen ausländische Staatsbürger. An der Spitze stehen Deutsche vor Serben und Türken.

Für das Jahr 2015 zeigt die Wanderungsstatistik insgesamt 214.410 Zuzüge aus dem Ausland und 101.343 Wegzüge in das Ausland. Somit betrug der Wanderungssaldo Österreichs mit dem Ausland insgesamt plus 113.067 Personen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Netto-Zuwanderung um rund 56 Prozent. Der Saldo bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war mit minus 5.450 dem langjährigen Trend entsprechend auch im Jahr 2015 negativ.

Die mit Abstand größten Wanderungsgewinne ergaben sich bei Staatsangehörigen aus Syrien (+21.903 Personen), Afghanistan (+18.609 Personen) und dem Irak (+10.002 Personen). Bei Rumänen (+8.250 Personen), Ungarn (+7.535 Personen), Deutschen (+6.422 Personen) und Kroaten (+3.218) gab es ebenfalls nennenswerte Zuwächse.

Von den rund 1,27 Millionen Personen in Österreich mit ausländischer Staatsbürgerschaft stammte knapp die Hälfte (616.401 Personen bzw. 49 Prozent) aus anderen Staaten der Europäischen Union. Die größte Gruppe bildeten die 176.463 deutschen Staatsangehörigen. Weitere 363.346 Personen waren Angehörige eines seit 2004 zur EU beigetretenen Staates, worunter die 82.949 Rumänen die nennenswerteste Gruppe darstellen. Aus Nicht-EU-Staaten am stärksten repräsentiert sind Serben (116.626 Personen), gefolgt von türkischen (116.026 Personen) und bosnischen Staatsangehörigen (93.973 Personen).

Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. Ein Drittel (33,6 Prozent) des Wanderungssaldos 2015 (+37.942 Personen) entfiel auf die Bundeshauptstadt.