Erstellt am 27. November 2015, 12:33

von Claudia Wagner

1.000 Mitarbeiter bis zum Jahr 2026. IST Austria wächst seit der Entstehung vor fünf Jahren enorm. In den nächsten Jahren soll sich die Personalzahl verdoppeln

Die Cafeteria (l.) mit Blick über den Campus soll noch vor dem Sommer 2016 eröffnet werden. Außerdem sollen oberhalb der bestehenden Appartements (r.) rund 90 weitere Wohneinheiten für Studenten gebaut werden.  |  NOEN, zVg

In den fünf Jahren seit der Entstehung hat sich das IST zu einem renommierten Forschungszentrum entwickelt. Mit Wissenschafts-Größen wie Harvard, Oxford, Cambridge oder dem MIT kann der Maria Gugginger Campus mittlerweile mithalten – und das soll auch künftig so bleiben. Um die internationalen Erfolge und Leistungen zu wahren, hat sich das Institut bis zum Jahr 2026 hohe Ziele gesteckt.

Momentan ist ein rund 500-köpfiges Team am IST beschäftigt. Fast die Hälfte davon wohnt in der nahen Umgebung, also in Klosterneuburg oder dem Tullnerfeld. In den nächsten elf Jahren soll sich die Personalzahl aber sogar verdoppeln – „Bis 2026 werden wir die 1.000-Mitarbeiter-Grenze überschreiten“, verrät IST-Sprecher Stefan Bernhardt.

Den Löwenanteil an Forschern werden dann – wie auch jetzt – PhD-Studierende ausmachen, die in Maria Gugging an ihrem Doktortitel arbeiten.

Um für die Studenten einen angenehmen Start in ihre Karriere am IST zu gewährleisten, stehen 30 Appartements als zeitlich begrenzte Wohnungen für die jungen Forscher zur Verfügung.

Und da der Bedarf steigt, sind weitere Wohnungen bei der Kapelle geplant. „Etwa 90 zusätzliche Appartements werden am Hügel oberhalb der bestehenden Einheiten errichtet“, schildert der IST-Sprecher. Baubeginn ist im Frühjahr 2016.

Cafeteria mit Blick über den Campus-Park

Ebenfalls für das kommende Jahr ist die Eröffnung der Cafeteria vorgesehen. Das mensa-ähnliche Restaurant soll noch vor dem Sommer in Betrieb gehen.

Bernhardt gibt einen Ausblick, wie das Lokal sein wird: „Die Cafeteria hat mittags geöffnet und wird vor allem dem informellen Austausch der IST-Mitarbeiter dienen.“ Aber auch Instituts-Fremde sind in der Cafeteria willkommen und können auf der Terrasse den Blick über den Campus-Park genießen.

Eine weitere Vision des IST betrifft die Plöcking. Dort soll in Zusammenarbeit mit Eco-Plus, der Wirtschaftsagentur des Landes, ein Technologiepark entstehen. Ein Betrieb könne sich an der Plöcking ansiedeln und so von der Nähe zum IST profitieren.

Forschungserfolge auch in der Praxis nutzen

„Am Campus wird Grundlagenforschung betrieben. Es geht um das ,Verstehenwollen‘. Beim Technologiepark soll der Fokus auf das ,Nützenwollen‘ gelegt werden“, schildert der IST-Sprecher. Dort werden dann Ergebnisse der IST-Wissenschaftler vom Partner-Unternehmen ausprobiert und getestet, was man aus den Forschungserfolgen machen kann.

Konkrete Pläne zur Verwirklichung dieser Vision gibt es keine, denn noch läuft die Suche nach einem passenden Partnerbetrieb. „Die Idee ist aber da“, schließt Bernhardt ab.