Erstellt am 08. September 2015, 15:47

von APA/Red

AK kritisiert "unzureichenden Informationsfluss". Bei der vor der Zerschlagung stehenden Heimwerkerkette bauMax kritisiert die Arbeiterkammer (AK) einen "unzureichenden Informationsfluss" an die Mitarbeiter.

 |  NOEN, APA
"Die Details der Abwicklung der Betriebsübernahme durch Obi sind völlig unklar", erklärte die Arbeitsrechtsexpertin der AK Niederösterreich, Doris Rauscher-Kalod, am Dienstag in einer Aussendung.

Problematisch sei auch, dass es nur an einzelnen Standorten einen Betriebsrat gibt. So gebe es nur ein Sozialpaket und keinen bindenden Sozialplan mit steuerlich begünstigter Auszahlung, so Rauscher-Kalod. Ein Sozialplan könne nämlich nur mit einem Betriebsrat abgeschlossen werden. Auch wie es mit den betroffenen Lehrlingen weitergeht, sei noch immer nicht geklärt, so die AKNÖ. Die Arbeiterkammer empfiehlt, nichts ohne Beratung zu unterschreiben.

49 von 65 Filialen gehen an OBI

bauMax ist durch die Expansion in Osteuropa in massive finanzielle Turbulenzen geschlittert. 49 von 65 Filialen in Österreich sowie die Hälfte der 40 verbliebenden Auslandsstandorte sollen an den deutschen Konkurrenten Obi verkauft werden, die Gläubigerbanken schreiben im Zuge dessen rund 400 Mio. Euro ab. Vom Jobverlust betroffen sind vor allem die Mitarbeiter in der Firmenzentrale in Klosterneuburg sowie im Warenverteillager in Wien. Auch den Mitarbeitern jener Märkte, die bis Ende September keinen Käufer finden, droht die Kündigung. Vorsorglich wurden österreichweit 1.100 von rund 3.700 Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet.