Erstellt am 16. September 2015, 06:07

von Victoria Heindl

„Der Hang bewegt sich“. 103 Stufen führen von der Brunnleiten zum Bahnhof Unterkritzendorf. Jetzt werden Setzungen ausgebessert. Wie es mit dem Weg weitergeht, entscheidet Gutachten.

Eigentlich sollte der Anton-Schartner-Steig seit 8. September gesperrt sein. Von 7 bis 15 Uhr sollte dann die Stadtgemeinde mit Instandhaltungsarbeiten beschäftigt sein. Vor Ort sind allerdings die Sperren auch um 13 Uhr nicht aufgestellt.  |  NOEN, Victoria Heindl
Zwei Monate lang war der Anton-Schartner-Steig mehr oder weniger unbenutzt, da der Bahnhof Unterkritzendorf renoviert wurde. Kaum ist der Bahnhof wieder offen, müssen die Anrainer sich nun einen neuen Weg hinunter suchen, denn nun wird der Steig saniert. Jeweils von 7 bis 15 Uhr führt die Stadtgemeinde Instandhaltungsarbeiten durch.

„Zwei Monate lang fuhren von Unterkritzendorf keine Züge ab, eine Zeit, die wohl ideal gewesen wäre, die Stiegen zum Bahnhof hinunter in Ruhe zu reparieren“, wundert sich Anrainer Martin Salbrechter.
„Wir mussten erst ein Gutachten abwarten. Daher war der Beginn der Bauarbeiten von jemand anderem abhängig“, erklärt Baudirektor Manfred Fitzthum. Aber er gäbe zu, dass der Zeitpunkt nicht ganz günstig gewählt worden sei.

Geotechnisches Gutachten fehlt noch

Seit dem 8. September ist der Weg nun gesperrt. Zwischen 7 und 15 Uhr müssen sich Bahnreisende einen anderen Weg zum Bahnhof Unterkritzendorf suchen. In dieser Zeit ist die Stadtgemeinde mit Instandhaltungsarbeiten am Anton-Schartner-Steig beschäftigt.
„Es wurden Sofortmaßnahmen durchgeführt. Das heißt, dass Setzungen ausgeglichen wurden“, berichtet Fitzthum über die Arbeiten.

Dass diese Arbeiten dringend notwendig sind, davon sind auch die Anrainer überzeugt. Erst vor einigen Wochen brach sich dort eine Frau den Arm (die NÖN berichtete), danach wurde nur diese Stelle ausgebessert. „Viele ältere Bürger haben Angst, dort zu gehen“, sind die Anwohner besorgt. Sie wollen eine Generalsanierung des Steigs. Ob eine solche kommt und wie es mit dem Weg weitergehen wird, darüber wird erst eine geotechnische Untersuchung Aufschluss geben können. „Diese Untersuchung kann erst im Spätherbst, wenn die Bäume laubfrei sind, durchgeführt werden“, erklärt Fitzthum die nächsten Schritte. Denn der Hang bewegt sich, und darauf muss geachtet werden.