Klosterneuburg

Erstellt am 14. Juni 2017, 05:23

von Claudia Wagner

Bahn frei für Nachfolger . Gründer Werner und Elisabeth Reithmayer suchen jungen Bahnfan, der den Verein übernehmen will.

Elisabeth und Werner Reithmayer suchen einen Nachfolger, der die Auparkbahn übernimmt.  |  NOEN, Wagner

Beim Spaziergang mit dem Vierbeiner durch den Aupark traf Werner Reithmayer ein Geistesblitz: „Hier muss etwas Belebtes her“, dachte sich der Klosterneuburger. Er ließ den Worten Taten folgen und eröffnete vor rund zehn Jahren die Auparkbahn. Mit viel Liebe und Hingabe kümmerte sich der Bastler das vergangene Jahrzehnt um die Gleise mitten im Grünen. Nun sucht er einen Nachfolger.

„Meine Frau und ich sind beide 68 Jahre alt, wir spüren die Nebenerscheinungen vom Alter“, erzählt der Gründer. Ihre Leidenschaft auf Schienen möchten Werner und Elisabeth Reithmayer an interessierte Bahnbegeisterte „übergeben – und nicht einfach wegreißen und tschüss!“

„Wir sehen, dass wir hier etwas machen, was auch anderen Freude bereitet. Die Besucher sind sehr dankbar.“ Werner Reithmayer, Betreiber der Auparkbahn

An der Auparkbahn, wie sie heute ist, hat das Ehepaar ein Jahrzehnt getüftelt: 1.000 Schienenmeter, zwei fahrtüchtige Züge und fünf Gebäude wurden von dem gelernten Mechaniker selbst gebastelt, eine Dampf- sowie eine Diesellok mit fünf Waggons sind noch in der Werkstatt. „Bahn frei“ gilt für den Ausbau der Anlage durch
mögliche Nachfolger: Neun weitere Gebäude sind auf dem Leihgrund genehmigt. Reithmayer: „Da können sich Handwerker so richtig austoben.“

Und diese Leidenschaft, die die beiden Auparkbahn-Betreiber seit zehn Jahren leben, steckt auch die großen und kleinen Fahrgäste an. Die Reithmayers werden mit positivem Feedback überhäuft: „Wir sehen, dass wir hier etwas machen, was auch anderen Freude bereitet. Die Besucher sind sehr dankbar“, so der Gründer und Obmann des Auparkbahn-Vereins.

Auch deswegen wünscht er sich, dass die Bahn weiter besteht – mit einem jüngeren Obmann. Im nächsten Jahr wollen die Reithmayers die Vereinszügel übergeben, bleiben dem Verein aber unterstützend erhalten.

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