Klosterneuburg

Erstellt am 10. August 2016, 05:04

von Christoph Hornstein

Bleiben die Zuklin-Busse in Klosterneuburg?. 2017 werden alle Buslinien in Niederösterreich neu ausgeschrieben. Der Standort wird dabei nicht berücksichtigt. „Ein klarer Wettbewerbsnachteil“, so Sabine Zuklin.

Ein vertrautes Bild: Zuklin-Busse in Klosterneuburg. Seit 1925 sind die Busse Teil des Ortsbildes von Klosterneuburg. 2017 kann das anders werden, denn die Betreibung des Busnetzes in Klosterneuburg wird neu ausgeschrieben.  |  NÖN

Seit 1925 rollen Zuklin-Busse durch Klosterneuburg. Das Klosterneuburger Traditionsunternehmen hat derzeit 107 Mitarbeiter und seinen Standort im Gewerbegebiet. Anfang 2017 muss sich Sabine Zuklin der Konkurrenz stellen, um in Klosterneuburg weiter präsent sein zu können. „Ich fürchte mich nicht vor einer neuen Ausschreibung, aber es sollte fair ablaufen“, so Zuklin.

Das Unternehmen Zuklin hat einen großen Stellplatz in Klosterneuburg mit angeschlossener Werkstatt. Das hat den Vorteil, bei Busausfällen schnell reagieren zu können. Nur: Diese Betriebsstätte kostet viel Geld. Genau das wird aber in der Ausschreibung nicht berücksichtigt. „Ich habe auf diesen Missstand schon des Öfteren hingewiesen. Aber der Politik ist es egal, ob man hohe Fixkosten durch die gebotene Infrastruktur hat. Mir erwächst daraus ein großer Wettbewerbsnachteil“, so Zuklin.

Busnetz  für Klosterneuburg wird europaweit ausgeschrieben

Das wird klar, wenn man weiß, dass das Busnetz Klosterneuburg europaweit ausgeschrieben wird. Da kann jeder mitmachen, denn nicht einmal ein Busabstellplatz ist Bedingung. „Mit den Kosten für Abstellplatz, Werkstatt, Energie und 4.000 Quadratmeter Betriebsfläche muss ich zwangsläufig teurer sein als jemand, der diese Kosten nicht hat. Ich frage mich nur, wo dann die 40 Busse stehen werden“, argumentiert Zuklin.

Ob es Sinn macht, dass ortsansässige Firmen durch nicht-ortsansässige wegen des Wettbewerbsvorteils verdrängt werden, ist für Zuklin mehr als fragwürdig: „Die Busse haben dann eben eine mitunter sehr lange Anfahrtszeit. Darunter leidet die Flexibilität und die Umwelt.“

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