Erstellt am 19. Mai 2016, 04:04

von Christoph Hornstein

Bau-Diskurs in Weidling. Weidlinger wehren sich gegen eine geplante Erhöhung der Bauklasse.

Hier solle ein neues Gebäude dem nicht flächenwidmungskonformen Altbestand angepasst werden: Bauklasse IV. Die Weidlinger wehren sich dagegen.  |  NOEN, Hornstein

Die Bauklasse I und II dominiert das Ortsbild in Weidling. Bauklasse III gibt es nur ganz selten und IV gar nicht. Nun hat die Stadtregierung den internen Beschluss gefasst, in Weidling erstmals Bauklasse IV einzuführen, um damit Bauträgern zu ermöglichen, Bauten mit fünf Geschoßen und über 14m Meter Höhe zu ermöglichen.

Das Hauptargument der Stadtgemeinde, an dieser Stelle eine Erhöhung der Bauklasse im Flächenwidmungsplan zu beschließen, liegt in der Tatsache, dass man den Bebauungsplan an den vorhandenen Bestand anpassen will.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager: „Wir haben in unserer Stadt bereits an anderen Stellen die Problematik, dass die tatsächliche, bereits seit Langem bestehende Bebauung eigentlich nicht der Widmung entspricht. Diese Rechtsunsicherheit entstand durch eine Novelle der NÖ Bauordnung. Um hier Rechtssicherheit zu schaffen und Bestandsicherheit zu gewährleisten, hat sich der Ausschuss für Stadtplanung zur Aufzonung entschlossen.“

Keine Vorteile für Weidlinger

Das will ein Teil der Bürger verhindern. Eine Unterschriftenaktion ist bereits im Gange und die Diskussion in Weidling auf dem Höhepunkt.

Die Initiatorin und Anrainerin Irene Edtmayer: „Für eine Bauklassenerhöhung und die damit verbundene massive Verdichtung und Erhöhung der Gebäude im Ort werden die Weidlinger kein Verständnis haben. Es bringt für die Weidlinger lediglich Nachteile, wie einen Verlust an Lebensraum, mehr Autos und lange Parkplatzsuche.“

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Kommentar von Christoph Hornstein: