Erstellt am 03. Juni 2016, 06:15

von NÖN Redaktion

Bildung als Baustein für die Integration. Brückenkurs: Volkshochschule bietet gemeinsam mit Rotary und Lions Kurse für nicht mehr schulpflichtige Asylwerber in Pfarre St. Leopold.

Lions Präsident Achim Gnann (vorne, Mitte), Rotary Präsident Christian Klug (2.v.r., vorne), Barbara Purth Stzalka, Stadtrat a.D. Christian Eckstein, Stadträtin Maria-Theresia Eder, Gustav Schaller und Stephanie Chlebecek (v.l., hinten) schauen den Asylwerbern bei ihren VHS-Kursen über die Schulter.  |  NOEN, Stadtgemeinde/Kulturamt

"Brücken bauen" – was die politischen Leittiere versprechen, wird dank der Volkshochschule Klosterneuburg zur Praxis.

Die VHS hat nämlich einen „Brückenkurs“ ins Leben gerufen, der es nicht mehr schulpflichtigen Asylwerbern ermöglichen soll, einen NMS-Abschluss zu erreichen.

Deutsch steht hier im Fokus, in dem geplant zweisemestrigen Kurs werden auch Englisch, Mathematik und andere Fächer unterrichtet.

So soll den Asylwerbern der Einstieg in ein Berufsleben – einer der wichtigsten Punkte zur wirklichen Integration – ermöglicht werden.

Friseur und Mechaniker als Berufswünsche

Das dreiköpfige Lehrerteam zeigt sich begeistert von den ersten Erfolgen der dreizehn Kursteilnehmer und ist optimistisch, dass alle das angestrebte Lernziel erreichen.
Dann kann von den Teilnehmern auch eine Lehre und damit ein Beruf angestrebt werden.

Beim Lernen sind die jungen Asylwerber fleißig, denn schließlich arbeiten sie auf ein Ziel hin: nämlich ihre Berufswünsche. Friseur, Mechaniker und ein eigenes Restaurant eröffnen stehen auf dem Lebensplan der Schüler.

Dass dieser Brückenkurs überhaupt stattfinden kann, ist dem Rotary Club Klosterneuburg und dem Lions Club Klosterneuburg zu verdanken.

Die beiden Vereine schaffen mit der Übernahme von über 50 Prozent der Kurskosten die Möglichkeit, dass die VHS das Angebot umsetzen konnte.

Ebenso wichtig ist der Beitrag der Pfarre St. Leopold: Der Kurs findet in Räumlichkeiten statt, die Pfarrer Simon Nguyen kostenlos zur Verfügung stellt.

Die für den Kurs geeigneten Asylwerber, die zum Großteil bereits bei Familien in Klosterneuburg untergebracht sind, werden von der Initiative „Klosterneuburg hilft“ für den Kurs vorgeschlagen und von den drei Pädagoginnen unter der Leitung von Barbara Puth-Strzalka ausgewählt.

Damit ist garantiert, dass der Schulabschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht werden kann.

Die VHS will durch den Kurs verhindern, dass Asylwerber ohne Ausbildung an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.