Erstellt am 10. Februar 2016, 05:33

von Markus Nurschinger

„Birgt große Gefahren“. Trailpark / Bewilligte Mountainbikestrecke in Weidlingbach löst bei Anrainern große Bedenken aus. Verein „Wienerwaldtrail“ wünscht sich ein friedliches Miteinander.

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In Weidlingbach entsteht ein neuer Trailpark mit zwei Strecken für Mountainbiker. Doch nicht alle freuen sich über die neuen Möglichkeiten für Mountainbiker, durch den Wienerwald zu fahren. Bei einem Treffen vor Ort äußerten Ortsvorsteherin Waltraud Balaska, Gemeinderätin Eva-Maria Feistauer und Willi Hauser ihre Bedenken.

Anrainer äußern ihre Bedenken

„Wir fühlen uns ein wenig übergangen, denn bis letzte Woche haben wir von dem neuen Trailpark noch gar nichts gewusst“, erklärt Balaska.

„Das birgt auch große Gefahren. Denn am letzten Stück, wo der Waldweg zur Steinrieglstraße führt, kreuzen sich die Fahrradstrecke und der Wanderweg. Das kann für Fußgänger durchaus gefährlich sein“, hat Balaska Bedenken. Bereits vor ein paar Wochen sei eine Fußgängerin von einem Radfahrer angefahren und verletzt zurückgelassen worden.

„Auch die Parkplatzsituation ist hier alles andere als einfach. Wenn die Strecke legal wird, kommen sicher mehr Mountainbiker, wo sollen die alle parken?“, sieht Feistauer ein weiteres Problem. Weiters soll der Wald ja ein Ort der Ruhe sein, den die zahlreichen Mountainbiker stören würden, da zum Teil auch in der Nacht gefahren wird. Probleme gab es laut Hauser auch bereits auf der derzeit noch illegalen Strecke. „Wenn sich dort jemand verletzt, muss die Feuerwehr Weidlingbach ihn bergen. Das ist allerdings sehr problematisch, da man nicht weiß, wo der Verletzte genau liegt“, weiß er aus Erfahrung.

Alexander Arpaci, Obmann des Vereins „Wienerwaldtrails“, ist um einen Konsens bemüht. „Über die angesprochenen Punkte haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht. Es gibt ein Konzept, was die Sicherheit anbelangt. Der gemeinsame Weg zur Straße ist ja keine Rennstrecke, daher wird es von uns dort Verhaltensregeln für die Mountainbiker geben“, ist er um eine Lösung bemüht.

„Wollen einen Konsens finden"

Weiters sollen auch noch zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Auch Müll wird laut Arpaci keiner entstehen. „Der Naturschutz steht natürlich an erster Stelle“, verspricht er. Die beiden Strecken sollen auch in Abschnitte unterteilt werden, um bei einer eventuellen Bergung eines Verletzten schnell zur richtigen Stelle zu gelangen. Dass die Weidlingbacher Bevölkerung erst vergangene Woche von den beiden Strecken erfahren hat, wundert Arpaci aber: „Die Stadtgemeinde war immerhin in die Planung involviert“.

Beide Seiten wünschen sich jedenfalls einen Infoabend, um die jeweiligen Anliegen zu besprechen.