Klosterneuburg

Erstellt am 12. August 2016, 07:18

von Claudia Wagner

Hofburg: Wer hat die Qual der Wahl?. Ein drittes Mal schreiten wir zur Wahlurne. Berechtigt sind alle, die auch bei der ersten Wahlrunde dabei waren.

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Rund zwei Monate sind seit der Stichwahl vergangen, in zwei Monaten wählen wir wieder einen Bundespräsidenten. Der Termin – Sonntag, der 2. Oktober – ist fix. Viele weitere Fragen zur Wahlwiederholung sind aber noch offen: Wie verändert sich die Zahl der Wahlberechtigten? Dürfen Klosterneuburger, die zwischen den beiden Wahlgängen ihren 16. Geburtstag feiern, ihre Stimme abgeben? Wo wählen Österreicher, die im Sommer ihren Hauptwohnsitz verändern? Wird der nächste Präsident Hofer oder Van der Bellen heißen? Die letzte Frage steht noch in den Sternen. Die Antworten auf die anderen hat Stadtamtsdirektor Michael Duscher parat. Im NÖN-Gespräch erklärt er die Vorgehensweise der kommenden Stichwahl.

„Bei jeder Wahl gibt es einen Stichtag, der bestimmt, wer wahlberechtigt ist“, erklärt der Klosterneuburger. Bei der Bundespräsidentschaftswahl fiel das auf den 23. Februar. Alle, die an diesem Tag wahlberechtigt sind, werden als Wähler registriert. Jugendliche, die später das 16. Lebensjahr vollenden, dürfen nicht wählen. Für die zweite Stichwahl gelten also die gleichen Klosterneuburger als wahlberechtigt wie schon bei der ersten Wahl-Runde am 24. April. Aufgrund von Todesfällen verringert sich diese Zahl aber.

Trotz Umzug gleiches Wahllokal?

Klosterneuburger, die seit 24. Februar ihren Hauptwohnsitz gewechselt haben, haben hingegen keinen Einfluss auf die Zahl der Wahlberechtigten in der Stadt. Denn sie zählen zu dem Register, zu dem sie schon bei der ersten Runde gezählt haben. Vereinfacht ausgedrückt: „Wenn ein Klosterneuburger nach Wien oder Innsbruck gezogen ist, wählt er bei der zweiten Stichwahl trotzdem in Klosterneuburg“, so Duscher.

Umsiedler – wie auch alle anderen Wähler – können eine Wahlkarte beantragen, die den Wählern die Reise nach Klosterneuburg erspart. Die abgegebene Wahlkarte findet den Weg in die Babenbergerstadt und zählt dann zu den hier ausgezählten Stimmen.

Apropos Wahlkarten: „Bei der ersten Stichwahl hatten wir die meisten Wahlkartenanträge, die wir je hatten. Es kann sein, dass die Zahl noch getoppt wird“, erzählt Duscher. Auf weitere Prognosen möchte sich der Stadtamtsdirektor nicht einlassen. Nur so viel: Der Arbeitsaufwand für das Stadtamt Klosterneuburg wird der Gleiche sein wie schon bei den Wahlen zuvor.