Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:37

von Markus Nurschinger und Claudia Wagner

"Das ist ja ein Witz!". Ungewöhnliche Widmung Bauland-Agrar ermöglicht Bau auf grünen Flächen. Anrainer wehren sich gegen geplante Wohneinheiten. KIERLING / 

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Bauland-Agrar. Weniger als zehn Grundstücke in Klosterneuburg haben diese Widmung. Drei davon sind im Kierlinger Grüntal. Früher wurden diese Flächen für die Landwirtschaft genutzt, Häuser wurden auf den Liegenschaften nicht gebaut. Das hätten die Besitzer aber können, denn laut NÖ Bauordnung dürfen auf einem Bauland-Agrar-Grundstück bis zu vier Wohneinheiten errichtet werden.

Von diesem „Sonderfall“ hat nun ein Bauträger Wind bekommen und plant, auf den Grundstücken insgesamt zwölf Wohneinheiten zu bauen.

Widerstand bei Anrainer

Bei der Nachbarschaft stößt das Vorhaben auf Widerstand. 85 Personen haben bereits gegen das Projekt unterschrieben. Ihren Unmut ließen sie auch bei „Offen gesagt“, der Diskussionsveranstaltung mit dem Bürgermeister, los.

„Das ist ja schlichtweg ein Witz“, ist ein Anrainer verärgert. „Zwölf neue Wohnungen bringen auch mehr Verkehr. Wie soll das funktionieren?“, fragt sich ein anderer Kierlinger. Und auch eingesessene Grüntaler melden sich zu Wort: „Zweimal ist die Straße schon weggerutscht. Das kann jederzeit wieder passieren.“ Der Bau sei also auch aus topografischer Sicht bedenklich.

„Zweimal ist die Straße schon weggerutscht. Das kann jederzeit wieder passieren.“ Grüntal-Anrainer

Das alles werde man prüfen, versucht Stefan Schmuckenschlager die Anrainer zu beruhigen. „Ich bin selber kein Freund dieser Projekte“, gibt der Stadtchef ehrlich zu. Er könne deshalb aber niemanden sein Recht verwehren, wenn es gesetzlich möglich ist. Noch sei aber nicht aller Tage Abend, denn bislang seien zwar die Pläne eingereicht worden, aber noch nicht bewilligt.