Erstellt am 27. März 2016, 09:14

von Victoria Heindl

Der Bäcker hat gerufen. Die 2. Klasse der Volksschule Kritzendorf wurde zu kleinen Backprofis.

Chefin Helga Schuecker erklärt den Kindern der Volksschule Kritzendorf, in welchen Formen das Brot gebacken wird.  |  NOEN, Wolfgang Schuster

Jedes Kind kennt kennt wahrscheinlich den Reim „Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen“. Aber wie entstehen Brot, Semmeln oder Striezel wirklich? Und wie viel Arbeit steckt hinter diesem alten Handwerk?

Antworten auf all diese Fragen bekamen nun die Kinder der zweiten Klasse der Volksschule Kritzendorf. Bei einem Ausflug zur Bäckerei Rest in Höflein konnten sich die Kleinen als Nachwuchsbäcker probieren.

„Wann muss ein Bäcker denn eigentlich aufstehen?“ – mit dieser Frage beginnt Firmenchefin Helga Schuecker jeden Besuch von Schulklassen in ihrer Backstube. Meistens raten die Kinder dann, dass es gegen vier Uhr früh mit der Arbeit losgeht.

Gegen 22 Uhr ist Arbeitsbeginn

Doch die Wahrheit liegt da weit daneben. Schon gegen 22 Uhr startet Josef Schuecker mit der Arbeit, damit die Kinder und ihre Eltern in der Früh frisches Brot und Semmeln auf dem Frühstückstisch haben können.

Zunächst muss der Teig gemischt werden: Mehl, Wasser und Salz sind alles, was ein gutes Gebäck eigentlich braucht.

Auch die Volksschüler haben diesen Schritt zunächst kennengelernt. Aber natürlich ist damit die Arbeit noch lange nicht erledigt. Nach einer Ruhephase wird der Teig portioniert und dann in die Form gebracht, die jedes Kind kennt.

Dass es nicht gerade leicht ist, eine perfekte Handsemmel zu formen, mussten auch die Nachwuchsbäcker feststellen. Aber nicht nur bei Semmeln konnten sie sich beweisen. Salzstangerl standen genauso auf dem Programm wie die Königsdisziplin: Striezel flechten.

„Das ist auch immer wieder spannend für mich. Aber eigentlich ist es wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht“, ist Helga Schuecker froh, den Schülern diese Kunst zu zeigen.

Selbstgebackenes als Belohnung

Für die kleinen Backlehrlinge hat der Ausflug nicht nur einige neue Erfahrungen mit sich gebracht. Als Belohnung durften sie ihre selbst gebackenen Semmeln und Salzstangerln natürlich mit nach Hause nehmen und dort von ihren Familien verkosten lassen.