Erstellt am 06. November 2015, 05:12

von Christoph Hornstein

Der Großmeister des feinen Strichs. Finissage / Dieses Jahr wurde zum Robert-Schörg-Jahr im Kierlinger Museum. Mit zwei Ausstellungen erfreute er die vielen Besucher. KIERLING / Mit viel Applaus verabschiedeten die Kierlinger eine Ausstellung, die im Museum berechtigtermaßen ihren Einzug hielt.

Fritz Chlebecek und Museumsdirektorin Christl Chlebecek verabschiedeten Robert Schörgs (l.) Ausstellung im Kierlinger Museum  |  NOEN, Hornstein

Mit viel Applaus verabschiedeten die Kierlinger eine Ausstellung, die im Museum berechtigtermaßen ihren Einzug hielt. „Es war einfach an der Zeit, Robert Schörg einen Platz für seine Bilder zu geben, und das haben wir heuer umgesetzt“, so Direktorin Christl Chlebecek nicht ohne Stolz.

Werke seiner gesamten Schaffensperiode stellte der Maria Gugginger im Museum Kierling aus. Als 17-Jähriger hat er mit dem Zeichnen begonnen, und es hat ihn immer fasziniert.

Über Umwege zum Künstler geworden

Trotzdem durfte er das Zeichnen nicht von der Pike auf lernen. Er musste nach seines Vaters Willen einen „ordentlichen“ Beruf erlernen. Und das tat er dann auch als Schüler der HTL und wurde Baumeister. „Das hat nicht geschadet, denn damals lernte ich sehr viel über Licht und Schatten und die Perspektive“, ist Künstler Schörg seinem Vater niemals böse gewesen.

Aber auch als Politiker war Schörg tätig. Dort kam er zur Karikatur, denn wenn Gemeinderat Schörg in den Sitzungen fad wurde, zeichnete er die Politiker. „Das musst du der Zeitung anbieten“, hat ihm ein Polit-Kollege geraten, und so wurde Schörg zum langjährigen Karikaturisten der Klosterneuburger Nachrichten. Zum Abschluss seiner Ausstellung überreichte Ortsvorsteher Johann Bauer
einen von ihm selbst gestalteten Bilderband zur Erinnerung an die Ausstellung im Kierlinger Museum.