Erstellt am 11. Dezember 2015, 06:08

von Claudia Wagner

"Ein gut bestelltes Haus". "Lab Building West" wurde eröffnet. Mitterlehner und Pröll unterzeichneten die "Gemeinsame Erklärung". Wirtschaftlicher Evaluierungsbericht lobt das Forschungszentrum.

Das »Lab Building West« - der fünfte und mit über 10.000 m2 Grundfläche größte Zubau am IST Austria - vervollständigt den Ring an Gebäuden um den Campusteich.  |  NOEN, IST Austria

Man nehme 8.500 m Beton und 65 Tonnen Stahl – und nach 740 Bautagen mit rund 150 Baubesprechungen hat man das „Lab Building West“, das neue Labor- und Bürogebäude am IST Austria.

„Bauen ist manchmal hart“, fasst Architektin Julia Wildfeuer ihre Arbeit grinsend zusammen. 30 Monate lang hat das Team von „Baumschlager Eberle“ gewerkt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das „Lab Building West“ ist der fünfte und mit über 10.000 m Grundfläche größte Neubau am Campus. Der neu errichtete Block bietet bis zu 300 Wissenschaftlern Platz, theoretische und experimentelle Neuerungen zu erforschen. „Was die Forscher dort entdecken, wird nur auf ihrer Neugier basieren“, betont Georg Schneider, IST-Managing Director, die neuen Möglichkeiten, die das „Lab Building West“ bringt. Ab Ende 2016 steht den Forschern im westlichen Labor-Gebäude auch ein Reinraum zu Verfügung, in dem die Verunreinigung durch Luft-Teilchen minimiert wird. Diese Nanofabrikationsanlage ist nur eines von vielen top-modernen Forschungs-Werkzeugen am IST Austria.

Bund, Land und IST setzen Prinzipien fest

„Wenn Kollegen aus beispielsweise Innsbruck kritisieren, dass das IST diese gute Ausstattung hat, dann ist das ein Zeichen, dass es wirklich gut sein muss“, schmunzelte Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei der Eröffnungsfeier des Neubaus. Und auch Landeshauptmann Erwin Pröll hakte ein: „In diesem Fall huldigen wir dem Grundsatz ,Neid ist mir lieber als Mitleid.‘“

Mitterlehner und Pröll sicherten dem Maria Gugginger Forschungszentrum auch weiterhin ihre Unterstützung zu und unterschrieben die „gemeinsame Erklärung“ – quasi die „Magna Charta des IST“, so Claus J. Raidl vom IST. In diesem Dokument versprechen alle drei Vertreter – von Bund, Land und IST –, die bisher erfolgreiche Entwicklung konsequent fortzusetzen und die Leitprinzipien einzuhalten.

Und dass das IST Austria bereits am richtigen Weg ist, zeigt der wirtschaftliche Evaluierungsbericht, der das Forschungszentrum als „ein gut bestelltes Haus“ lobt.