Erstellt am 11. Februar 2016, 05:48

von Christoph Hornstein

Ein Kunstwerk, oder?. Nische in der Tennishalle, Tropfen von der Decke und offene Kabel lassen so manchen Tennisspieler, wie Gemeinderat Hofbauer, kreativ werden.

Kunstwerk oder Schandfleck: Zugemauertes Fenster in der Tennishalle mit Scheibe. Elektrikerarbeiten noch nicht fertig? »Interner Raum, der nach der Installation der Brandmelder fertig wird«, so Geschäftsführer Konvicka.  |  NOEN, zVg

Im Fasching ist fast alles erlaubt. Er ist zwar vorbei, trotzdem wird Kritik an der Sanierung des Freizeitzentrums Happyland humorvoll und sarkastisch formuliert. „Als ‚moderne Kunst im Schilda-Happyland‘ bezeichnet Gemeinderat Peter Hofbauer ein Detail in der Tennishalle. Und fürwahr, es könnte einiges darauf hindeuten.

Eines von mehreren Fenstern der Tennishalle wurde vom Mittelgang der Anlage aus mit Ziegeln zugemauert. Doch die Scheibe blieb bestehen. „Wozu blieben die Fensterscheiben hinter dem Ziegelmauerwerk auf der Tennishallenseite? Die Scheiben blieben, damit man das neue Ziegelmauerwerk sehen kann“, ätzt Hofbauer. Und um das schöne Werk noch schöner zu gestalten, hätte man eine Plastikfolie darüber gehängt und einen Fußball dazugelegt. Hofbauer wähnt dahinter eine Kunst-Installation. Dieses „Kunstwerk“ befindet sich in der Halle auf Höhe Platz 5.

"Weißer Fetzn" in der Tennishalle

An der Stelle, wo vor der Sanierung Duschen positioniert waren, wurde dafür eine mehrere Quadratmeter große Nische mit einem Fenster gebaut, offensichtlich damit man durch die Scheibe in die Sporthalle – allerdings nur in eine Hälfte – sehen kann. Es scheint aber Licht durch die Scheibe, und das stört beim Tennisspielen. Hofbauer: „Nun hat man sich doch eines Besseren besonnen und hat auf der Innenseite der Tennishalle einen weißen Fetzen hingehängt.“ Von der nicht zugemauerten Fensterscheibe aus könne man jetzt vom Mittelgang aus den weißen Fetzen sehen und vom Platz 4 der Tennishalle auch. „Da stellt sich nun die Frage, welchen Zweck das Fenster überhaupt hat. Das Fenster daneben, von wo aus kein Lichteinfall die Tennisspieler gestört hätte, wurde zugemauert. Vielleicht handelt es sich aber auch hier um moderne Kunst im Happyland, also um eine Installation“, so Hofbauer sarkastisch.

"Vielleicht handelt es sich hier um moderne Kunst im Happyland, um eine Installation.“ Gemeinderat Peter Hofbauer, Liste Peter Hofbauer

Eine weitere Kritik der Tennisspieler betrifft die Decke der Halle. Von dort soll Wasser in den roten Sand der Tennisplätze tropfen. Ein Tennisspieler, offensichtlich auch in Faschingslaune: „Entweder ist das eine hochmoderne Klimaanlage, oder eine Notdusche für Tennisspieler, die die neue Garderobe nicht finden und sich in den Gängen verirren oder es sehr
eilig haben.“

Aus brandtechnischen Gründen zugemauert

So gar nicht in Faschingslaune zeigt sich indes Happyland-Geschäftsführer Stefan Konvicka: „Das ist natürlich kein Kunstwerk.“ Jedes zweite Fenster müsse aus brandtechnischen Gründen zugemauert werden. Man könne nicht jede Nische mit teurem Brandschutzglas ausrüsten. Ob die Scheiben bleiben oder beklebt werden, werde erst nach der Wintersaison entschieden.

Die tropfende Decke sei ein Problem, das es schon 30 Jahre lang gebe. Es rühre daher, dass durch das Bewässern des Platzes hohe Luftfeuchtigkeit in der Halle herrsche. Konvicka: „Auch das werden wir lösen.“

Bei dem Raum mit der nicht fertigen Elektrik handle es sich um den internen Elektroraum. Konvicka: „Die Arbeiten werden dann fertiggestellt, wenn die Brandmeldeanlagen in Betrieb genommen werden.“