Erstellt am 15. April 2016, 05:44

von Martin Gruber-Dorninger

"Eine kleine Irrfahrt". Rotes Kreuz wurde von Navi fehlgeleitet. Alles ging gut aus.

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Vergangene Woche schellten beim Roten Kreuz Klosterneuburg die Alarmglocken. Auf der Toiflhütte kam eine Dame zu Sturz und blutete. Schnurstracks sprangen die Retter in ihren Einsatzwagen und machten sich, vom Navigationssystem im Auto angeleitet, auf zum Einsatzort. Allerdings führte sie das System zu Ortsvorsteherin Traude Balaska. Die zeigte sich verständlicherweise verwundert.

„Für uns ist es wichtig, dass solche Probleme rasch behoben werden können.“ Christian Gröschl, Rot-Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer

„Zu allererst ist es wichtig zu klären, dass wir trotz dieser kleinen Irrfahrt binnen 20 Minuten am Einsatzort waren“, erklärt Klosterneuburgs Bezirksstellengeschäftsführer des Roten Kreuzes, Christian Gröschl.

Er begab sich aufgrund des Vorfalls dennoch auf Ursachenforschung, denn „für uns ist es wichtig, dass solche Probleme rasch behoben werden können“, so Gröschl. Das Navi wurde während des Einsatzes neu gestartet.

„Passiert dies, dann wird automatisch die Ortsmitte als Ziel angegeben, das war in diesem Fall vermutlich das Haus von der Ortsvorsteherin“, erklärt Gröschl. Ortsvorsteherin Traude Balaska wird diesen Tag wohl auch nicht so schnell vergessen: „Da standen die Einsatzkräfte plötzlich in unserer Einfahrt in Weidlingbach und fragten nach dem Weg. Das Navi habe versagt, haben sie mir gesagt.“

Angeleitet von Balaska und beim Blick in die Straßenkarten kamen die Helfer noch rechtzeitig zum Einsatzort, sprich binnen 20 Minuten.

Kartenlesen gehört zur Ausbildung

„Bei unserer Ausbildung wird großer Wert auf das Kartenlesen gelegt, sollte eben die Technik einmal versagen“, beruhigt Gröschl und betont, dass es auch Zeiten gibt, in denen man sich nicht nur auf die Technik verlassen kann. So fanden auch dieses Mal die Retter vom Roten Kreuz trotz widriger Umstände binnen weniger Minuten das Ziel. Sie fanden zur Toiflhütte, wo sie auch die verletzte Dame vorfanden. Sofort leiteten sie erste Hilfsmaßnahmen ein und erledigten ordnungsgemäß ihren Einsatz. Und den Weg zur Toiflhütte werden sie auch nicht so schnell vergessen.