Klosterneuburg

Erstellt am 03. August 2016, 05:01

Stadt sagt "Nein": Festival geplatzt. Stadtgemeinde Klosterneuburg sagt „Nein“ zu Drei-Tages-Festival. Veranstalter sagt Event ab. Auf 2017 verschoben.

Drei Tage lang war Festivalstimmung im Aupark geplant. Vom 19. bis zum 21. August sollte das Electric Glade Festival mit 3.000 Besuchern pro Tag über die Bühne gehen. Das Projekt ist aber gescheitert. Keine Genehmigung seitens der Gemeinde.  |  NOEN

Vom 19. bis 21. August hätte das Electric Glade Festival stattfinden sollen, doch die Großveranstaltung ist geplatzt. Die Pläne des Eventveranstalters Dominik Petzoldt wurden von der Stadtgemeinde durchkreuzt. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager: „Zu groß für Klosterneuburg.“

27 DJs und 15 Bands hätten im Aupark aufspielen sollen, doch das seit Monaten geplante Festival platzte sechs Wochen vor Realisierung. Schon im Februar wurde vom Veranstalter mit der Stadtgemeinde Kontakt aufgenommen. Das Konzept wurde präsentiert. Mit bis zu 6.000 Festivalbesuchern am Tag wurde gerechnet. Im April gab es eine Begehung vor Ort mit dem Wirtschaftshof, der grundsätzlich grünes Licht für die Veranstaltung gegeben haben soll.

Am 12. Mai wurde dann das Konzept persönlich bei der Stadtgemeinde präsentiert. Auch da gab es grünes Licht, und der Veranstalter Petzoldt reichte sein Vorhaben bei der Bezirkshauptmannschaft ein. Das Konzept samt Skizzen wurde dann aber schon bei der Vorprüfung abgelehnt. „Es sei zu groß und zu oberflächlich geplant, aber Nachfrist hat uns keiner gegeben“, beschwert sich Petzoldt.

Keine Nachfrist von der BH bekommen?

Mit Feuerwehr und Rettungskräften war schon Kontakt aufgenommen und ein Notfallskonzept erarbeitet worden. „Als wir uns dann entschlossen haben, die Veranstaltung kleiner, bis maximal 3.000 Besucher, anzumelden, wurde uns dann komplett die Möglichkeit verwehrt. Dies dann von oberster Stelle – ohne uns anzuhören oder uns eine Frist für Nachbesserung zu gewähren“, so der Veranstalter enttäuscht. Die Begründung der abschlägigen Entscheidung: zu laut, zu viele Menschen an einem Ort, zu viel Müll, Beschwerden der Anrainer, keine Parkplätze vor Ort, Überlastung der Infrastruktur.

„Uns tut das sehr leid, weil wir den Aupark als sehr geeignetes Gelände für unser Festival angesehen haben“, bedauert Veranstalter Petzoldt das Scheitern seines Vorhabens. Das Festival will er auf 2017 verschieben, aber „sicher nicht mehr in Klosterneuburg. Wir wollen Richtung Wien wandern.“ Allein die Vorbereitungen hätten 20.000 bis 30.000 Euro gekostet. Dieses Geld ist nun verloren.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager bestätigt die Absage und begründet sie auch: „Das Fest wäre zu groß geworden, da war der Standort nicht ideal.“ Auch wären kaum Parkmöglichkeiten rund um das Strandbad vorhanden. Die Lärmbelastung im Erholungsgebiet sei auch ein Argument gegen das Festival. Schmuckenschlager: „Obwohl die Stadtgemeinde sehr bewusst das ganze Jahr über Veranstaltungen fördert, muss man die Balance zwischen Event und Erholung nicht aus den Augen lassen.“

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