Erstellt am 17. März 2016, 04:44

von Victoria Heindl

Entwarnung: Kein Gift in Futterproben. Laut einem Internet-Posting sind in Österreich giftige Leckerlis im Umlauf. Bisher ist allerdings kein Fall bekannt geworden.

Kaum ein Hund kann Leckerlis widerstehen. Deshalb sollten Besitzer darauf achten, ihren vierbeinigen Lieblingen nur solches Futter zu geben, von dem sie wissen, dass es nicht vergiftet ist.  |  NOEN, shutterstock/Todja

"Vorsicht vor vergifteten Futterproben" -  diese Meldung ging Anfang des Monats rasend schnell durch Facebook.In dem Posting wurde vor vergifteten Leckerlis, die angeblich im Namen der Firma Fressnapf versandt wurden, gewarnt. Auch in Klosterneuburg ging dieses Gerücht um. Bisher ist allerdings nur ein Fall bekannt – und der stammt aus Hamburg, Deutschland.

„Fressnapf verschickt keine Futterproben“, klärt Jürgen Seiwaldstätter, Pressesprecher von Fressnapf, auf. In Hamburg sei auch keine Probe, sondern ein Paket verschickt worden, in dem sich Produkte von Fressnapf befanden, die vergiftet wurden. „In diesem Fall wurde natürlich Anzeige erstattet, aber in Österreich sind noch keine Pakete aufgetaucht“, berichtet Seiwaldstätter.

„Futterproben von Fressnapf werden nur in den Filialen von den Mitarbeitern direkt ausgegeben.“ Jürgen Seiwaldstätter Pressesprecher der Firma Fressnapf

Wenn Fressnapf Futterproben an seine vierbeinigen Kunden und deren Besitzer verteilt, dann nur persönlich. „Futterproben von Fressnapf werden nur in den Filialen von den Mitarbeitern direkt ausgegeben“, erklärt Seiwaldstätter. Sollten Hundebesitzer dennoch Proben in ihrem Postkasten finden, können sie sich aber gerne an Fressnapf wenden. „Wenn jemand eine fragwürdige Futterprobe zu uns bringt, dann schicken wir sie in ein Labor und dort wird sie getestet“, hofft Seiwaldstätter, alle Unklarheiten bei seinen Kunden zu beseitigen. Trotzdem rät der Pressesprecher zur Vorsicht und stellt nochmals klar, dass seine Firma keinerlei Proben verschickt hat oder derzeit verschickt.

Diesen Rat schließt sich auch die Obfrau des Klosterneuburger Tierschutzvereins an. Beatrice Aigner hatte selbst auch von diesem Gerücht gehört, konnte aber selbst auch keinen Fall in Österreich herausfinden.

Fragwürdige Proben gleich wegschmeißen

„Das Internet ist Fluch und Segen zugleich“, so Aigner. Zwar sei der Informationsfluss an sich gut, aber manchmal schlage es einfach in Hysterie um. Trotzdem rät Aigner allen Hundebesitzern, keine Leckerlis zu füttern, die sie im Postkasten finden. „Ich würde sie nicht aufmachen, sondern einfach gleich wegschmeißen“, rät Beatrice Aigner.