Klosterneuburg

Erstellt am 27. Juni 2016, 14:36

von RED

Finale mit Wehmut. Ausstellungsbetrieb schließt per 1. Juli, bis 30. Juni noch Open Days. Vage Hoffnungen schweben im Raum, konkrete Pläne, wie es weitergehen könnte, liegen nicht vor.

NOEN, Essl

Nur noch bis 30. Juni ist das Essl Museum geöffnet und lädt zum großen „Open Days“-Finale bei freiem Eintritt. Wie es dann weitergeht? Liegt das Haus nun brach?

„Der Kampf um das Museum ist noch lange nicht zu Ende“, meinte die Kunsthistorikerin Brigitte Borchhardt-Birbaumer beim Fest für Künstler und Freunde des Museums am Freitagabend und hofft – wie viele andere – auf „Wiedereröffnung nach kurzer kreativer Pause“.

"Kein ewiges Ende"

Sammler Karlheinz Essl hielt einen Rückblick auf bewegte 17 Museumsjahre: ein „Anlass der Freude, der Dankbarkeit und – ein bisschen – der Wehmut.“ Das Projekt habe nun „scheinbar“ seinen Abschluss gefunden und sei „in dieser Form“ sicher abgeschlossen. Er sei aber „guter Hoffnung, dass es kein ewiges Ende sein wird“, gab sich Essl vorsichtig optimistisch. Und auch Agnes Essl sprach zwar von einem „Schlusspunkt, aber es kann nicht anders sein, als dass es wiederbeginnt.“

Dem schlossen sich wohl alle Anwesenden - darunter Hermann Nitsch, Wolfgang Herzig, Hubert Scheibl und Architekt Heinz Tesar – an.
Bis dato bedeckt hält sich Hans Peter Haselsteiner, dessen ZMH GmbH 60 Prozent der SE-Sammlung Essl GmbH hält. Wurde 2014 noch verlautbart, der Erhalt des Museums sei vorgesehen, scheint Haselsteiner nun ausschließlich bei der Sanierung des Künstlerhauses in Wien engagiert. Das Essl Museum soll bis auf Weiteres nur als Depot dienen.