Erstellt am 23. September 2015, 06:27

von Markus Nurschinger

„Fahrer war pünktlich“. Firma Zuklin rechtfertigt sich gegenüber der Anschuldigung, Bus sei in Weidlingbach an Station vorbeigefahren.

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Man stelle sich vor, man ist mit einer Schulklasse auf Exkursion in Weidlingbach, möchte mit dem Bus wieder Richtung Weidling retour fahren, doch der Bus fährt einfach durch die Station.

So schildert zumindest die Vizedirektorin der Volksschule Albrechtstraße, Julia Baumgartner, den Vorfall vom 11. September bei der Busstation „Weidling-Taverne“.

„Der Bus sollte um 13.50 Uhr fahren. Als wir um 13.46 Uhr die Haltestelle erreichten, sahen wir gerade noch, wie der Bus an der Station vorbeifuhr“, ärgert sie sich.
Die Kinder mussten in weiterer Folge von privaten Pkws abgeholt und zur Albrechtsschule gefahren werden. „Was mich auch besonders ärgert, ist der Umstand, dass wir den Bus bei der Heimfahrt dann in der Station ,Weidling-Dehmgasse‘ stehen sahen, da er offensichtlich warten musste, bis seine Abfahrtszeiten wieder dem Fahrplan entsprachen“, ist Baumgartner erbost.

Die Firma Zuklin, welche die Linie 241 führt, rechtfertigte sich nun zu den Anschuldigungen. „Wir haben die Digitaltachodaten des Fahrers ausgelesen. Wir konnten dabei weder eine verfrühte Abfahrt feststellen noch eine verfrühte Ankunft und eine Stehzeit in der Haltestelle Dehmgasse. Der Bus fuhr eine Minute nach der Abfahrtszeit von Scheiblingstein ab und kam pünktlich am Weidlinger Bahnhof an. Jede Stehzeit von länger als einer Minute wird vom digitalen Aufzeichnungsgerät aufgezeichnet“, erklärt Sabine Zuklin-Pollany, Geschäftsführerin der Firma Zuklin.

Busunternehmen vor einem Ausflug kontaktieren

Weiters habe der Fahrer keine Schulklasse gesehen, die ihm zugewunken habe. „Um zur Bushaltestelle zu gelangen, müssen die Schulkinder etwa 400 Meter entlang der Straße gehen, weil es meines Wissens auch keinen direkten Weg vom Wald zur Bushaltestelle gibt. Der Wanderweg endet im Kreuzungsbereich Steinrieglstraße – Hauptstraße. Hätte der Fahrer die winkende Kindergruppe gesehen, wäre er auch außerhalb der Bushaltestelle stehen geblieben und hätte die Kinder noch einsteigen lassen“, so Zuklin-Pollany weiter.
Außerdem sollten Lehrer die Busunternehmen vor einem Ausflug am besten kontaktieren, da nicht immer Platz für eine ganze Klasse in einem normalen Linienbus sei.

„Wir bedauern den Vorfall und hätten reagieren können, wenn Frau Baumgartner uns entweder vorher informiert hätte oder gleich, nachdem sie den Bus versäumt hat, bei uns angerufen hätte. Wir hätten dann den wartenden Kindern helfen können, in diesem Fall hätten wir den Bus nochmals zurückfahren lassen“, sieht Zuklin-Pollany keine Schuld beim Unternehmen Zuklin.