Erstellt am 10. Februar 2016, 05:33

von Martin Gruber-Dorninger

Falschmeldung: Freude kam verfrüht. Die ÖBB teilte in einer Pressemeldung mit, dass Züge künftig öfter in Klosterneuburg-Kierling halten. Dies stellte sich nun als Irrtum heraus.

 |  NOEN, zVg

Seit 13. Dezember ist der neue Zugplan der ÖBB in Kraft.Dies hatte zur Folge, dass weniger schnelle Züge auf der Franz-Josefs-Bahn in Klosterneuburg halten. Die PUK startete bereits davor eine Unterschriftenaktion. Außerdem wurde ein Gemeinderatsbeschluss für eine bessere Zug-Verbindung für Klosterneuburg verabschiedet.

Nun verkündete die ÖBB über eine Pressemeldung, dass ab 8. beziehungsweise 15. Februar auf die Wünsche der Pendler eingegangen würde: Schnellere Züge sollten sowohl in Klosterneuburg-Kierling als auch in St. Andrä-Wördern halten. Dies stellte sich allerdings als Irrtum heraus, alles bleibt wie gehabt, die Freude bei den vielen Pendlern kam verfrüht.

Takt und Halte bleiben so wie gehabt

Die Fahrzeiten der Züge auf einigen Strecken der ÖBB wurden tatsächlich nachjustiert. „Die Takte und Halte auf der Franz-Josefs-Bahn bleiben aber so wie gehabt“, erklärt VOR-Pressesprecher Georg Huemer. Es sei nie zur Debatte gestanden, die Meldung entstammte einem Missverständnis.

„Es hat wohl jemand den Druck der über 800 von der PUK gesammelten Unterschriften und der überfüllten Züge in Klosterneuburg gefühlt und Änderungen verlautbart, die nun aber nicht kommen“, ist Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer brüskiert. Der PUK-Mandatar fordert nun auch eine Reaktion des Landes Niederösterreich auf die im Herbst einstimmig verabschiedete PUK-Petition nach einem Viertelstundentakt auf der S40. „Wenn in Döbling ab September das Parkpickerl kommt, werden noch viel mehr Menschen auf Öffis umsteigen wollen“, will Kehrer dann bereits gerüstet sein.