Erstellt am 08. April 2016, 12:34

von Christoph Hornstein

FPÖ gegen Subvention. Klosterneuburg subventioniert Veranstaltung für Flüchtlinge. FP-Stadtrat Josef Pitschko: "Verein Klosterneuburg hilft"soll Saalmiete in Babenbergerhalle selbst bezahlen.

Gegen die Unterstützung einer Flüchtlingsveranstaltung: FP-Stadtrat Josef Pitschko.  |  NOEN, NÖN

Nur die FPÖ stimmte in der letzten Gemeinderatssitzung gegen eine Subvention des Asylwerber-Fördervereins „Klosterneuburg hilft“ für die Miete der Babenbergerhalle zur Veranstaltung eines Benefizkonzertes.

Der Asylwerber-Förderverein „Klosterneuburg hilft“ hatte nach nicht einmal einjähriger Tätigkeit den Sozialpreis der Stadtgemeinde Klosterneuburg – gegen die Stimmen der FPÖ – erhalten. Im März beschloss der Gemeinderat, dem Asylwerber-Förderverein „Klosterneuburg hilft“ eine Subvention von 1.656 Euro für die Mietkosten der Babenbergerhalle zu gewähren, wo im Mai das Benefizkonzert „Integrationsunterstützung“ zugunsten der Quartiergeber und der von ihnen privat untergebrachten Flüchtlinge stattfinden soll.

Pitschko: „Miete aus Einnahmen bezahlen“

Wieder ist nur die FPÖ dagegen: „Die geschätzten Einnahmen aus dem Benefizkonzert betragen mehr als das Doppelte der Hallenkosten. Daher ist eine Subvention der Stadtgemeinde nicht erforderlich“, argumentiert FP-Stadtrat Josef Pitschko.

Die FPÖ verwies auch auf die kolportierte Zahl von 1.600 Mitgliedern des Asylwerber-Fördervereins. Pitschko: „Da müsste jeder nur einen Euro für die Miete der Halle zahlen, aber statt dessen kassiert man lieber beim Steuerzahler ab, um das in die mediale Auslage gestellte Gutmenschentum zu finanzieren. Die Steuerzahler müssen ohnehin schon jährlich eine Milliarde Euro für die Grundversorgung der angeblichen Flüchtlinge bezahlen.“

Bürgermeister Schmuckenschlager: „Die Stadt macht dabei keinen Verlust und handelt bei nahezu allen Benefizveranstaltungen genauso.“ Die Aufwände der Freiwilligen seien unbezahlbar, darum ist die Unterstützung für die Helfer das Mindeste. „Ich akzeptiere die Einstellung der FPÖ, sie sollte aber nicht deswegen ungerecht gegenüber den Freiwilligen agieren,“ so der Bürgermeister.