Klosterneuburg

Erstellt am 27. April 2017, 05:43

von Christoph Hornstein

Kurzparkzone in der Bushaltestelle: Gruß aus Schilda. Kurzparkzone in der Bushaltestelle? Wer das nicht glaubt, schaut am Kollersteig vorbei. Stadtgemeinde: „Werden das klären.“

Kuriosum im Sachsenviertel: Kurzparkzone in der Bushaltestelle.  |  NOEN, privat

Das Rathaus hat eine Kurzparkzone verordnet, die auch eine Bushaltestelle umfasst. Wer aber im Vertrauen auf die von der Stadtgemeinde Klosterneuburg verordnete Kurzparkzone sein Fahrzeug in diesem Haltestellenbereich parkt, riskiert nicht nur eine StVO-Strafe, sondern auch kostenpflichtiges Abschleppen seines Fahrzeuges.

„Das ist völliger Nonsens. Man darf zwölf Meter vor und nach einer Bushaltestelle nicht parken. Ein Schildbürgerstreich“, kann es Busunternehmerin Sabine Zuklin nicht fassen.

Absurd erscheint dem freiheitlichen Stadtrat Josef Pitschko die Situation auch beim Abstellen des Fahrzeuges ohne Parkschein: „Da könnte zuerst die Stadtgemeinde wegen Nichtentrichtung der Kurzparkzonenabgabe strafen, dann die Polizei wegen Missachtung des Halte- und Parkverbotes im Haltestellenbereich, und zuletzt könnte die Polizei das Fahrzeug abschleppen lassen, wenn der Bus wegen zugeparkter Haltestelle auf der Fahrbahn halten muss.“

„Meisterleistung der Stadtgemeinde“

Dadurch könne es auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, beispielsweise weil die Linksabbieger von der Weidlinger Straße Richtung Höhenstraße den Kreuzungsbereich nicht verlassen können.

Eine prominente Grätzelbewohnerin, Stadträtin Martina Enzmann, bezeichnet diese Regelung als „Meisterleistung der Stadtgemeinde“. Da würden
Autofahrer durch Tafeln und blaue Streifen zum Parken verleitet. Enzmann: „Die Bushaltestelle gerät noch mehr ins Hintertreffen, und gestrafte Parker werden erbost darauf hinweisen, dass sie eh einen gültigen Parkschein ausgefüllt haben.“

Aus dem Rathaus war nur zu hören, dass man sich die Sache noch einmal anschauen will.