Erstellt am 23. März 2016, 05:54

von NÖN Redaktion

Häufig gestellte Fragen. Die Chirurgie des Landesklinikums ist im Begriff, sich auf eine Tagesklinik umzustellen. Dadurch ergeben sich viele Fragen. Das Landesklinikum beantwortet sie.

Oberarzt Eduard Pesina, zukünftiger Leiter der operativen Tagesklinik, mit einer Patientin nach einer Kreuzband-Oparation.  |  NOEN, LK Klbg

Die Umwandlung der Chirurgischen Abteilung des Landesklinikums Klosterneuburg in eine interdisziplinäre operative Tagesklinik steht bevor. Geplante chirurgische Eingriffe, Behandlung von Unfallfolgen und augenärztliche Operationen werden hier durchgeführt. Hinsichtlich der Chirurgischen Ambulanz gibt es aus der Bevölkerung aber offensichtlich noch offene Fragen. Das Landesklinikum Klosterneuburg beantwortet sie. Nachfolgend die häufigst gestellten Fragen.

Frage: Mein Sohn hat sich im Turnunterricht schon öfter Prellungen zugezogen – ein Röntgenbild im LK Klosterneuburg hat Klarheit verschafft. Kann er weiterhin an die Chirurgische Ambulanz kommen, wenn so etwas wieder passiert?
Antwort: Ja! In der Zeit von 8 bis 18 Uhr ist unter der Woche ein Facharzt für Chirurgie / Unfallchirurgie vor Ort, begutachtet die Verletzung und versorgt sie – falls notwendig – mit Gips oder Schiene. Auch Schnitt- und Rissquetschwunden etc. werden in dieser Zeit fachkundig behandelt. Außerhalb der Öffnungszeiten der Tagesklinik ist kein chirurgischer Facharzt im Dienst, es gibt in dieser Zeit auch keine Chirurgie-Ambulanz.

Meine Mutter wohnt in einem Pflegeheim in Klosterneuburg. Nach Sturz stand der Verdacht auf eine Schenkelhalsfraktur im Raum, der sich leider bewahrheitet hat. Sie wurde sofort in Klosterneuburg operiert. Wie wird das in Zukunft sein? 
Akutoperationen von Knochenbrüchen werden in Klosterneuburg nicht mehr durchgeführt. Beim dringenden Verdacht auf eine Schenkelhalsfraktur wird die Rettung ein Klinikum mit unfallchirurgischer Abteilung (UK Tulln, LK Korneuburg) anfahren. Geplante Operationen von Unfallfolgen wie zum Beispiel Meniskus- und Kreuzbandoperationen werden hingegen an unserer Tagesklinik weiter routinemäßig durchgeführt.

Stimmt es, dass im LK Klosterneuburg keine Blinddarmoperationen mehr durchgeführt werden?
Ja. Operationen am Darm – und eine solche ist auch die Blinddarmoperation - sind nicht im Operationskatalog für tagesklinische Operationen. Blinddarmentzündungen treten akut auf, bedürfen einer zeitnahen Versorgung und sind daher nicht planbar. An unserer operativen Tagesklinik werden ausschließlich geplante Eingriffe durchgeführt. Das sind beispielsweise Operationen von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen, operative Sanierung von Krampfadern und Hämorrhoiden.

Ich leide an einem Karpaltunnelsyndrom – ist das ein Fall für die Chirurgische Tagesklinik?
Ja! Handchirurgische Eingriffe wie schnellender Finger, Karpaltunnelsyndrom und Dupuytren werden ebenso durchgeführt wie Operationen am Knie, zum Beispiel Meniskus- und Kreuzbandoperation, und am Fuß, zum Beispiel bei Hallux und Hammerzehen.

Ich leide an einer chronischen Wunde am Unterschenkel und wurde in der Wundambulanz immer bestens betreut. Steht mir diese weiterhin zur Verfügung?
Ja! Dienstag und Freitag sind unsere Wundmanagerinnen um die fachgerechte Versorgung unserer Patienten mit chronischen Wunden bemüht.

Wie komme ich zu einem Termin an der Chirurgischen Tagesklinik?
Unter der Telefonnummer 02243 / 9004 / 7172 vereinbaren wir in unserem Sekretariat gerne an Wochentagen zwischen 8 und 14 Uhr einen Ambulanztermin, an dem Sie mit einem Facharzt für Chirurgie beziehungsweise Unfallchirurgie einen Operationstermin festlegen und über die geplante Operation aufgeklärt werden.

Sind die anderen Abteilungen des Landesklinikums auch von den Veränderungen betroffen?
Die Gynäkologisch - Geburtshilfliche Abteilung sowie die Abteilung für Innere Medizin sind von den bevorstehenden Veränderungen nicht betroffen und stehen den Patienten in bewährter Weise rund um die Uhr zur Verfügung.