Erstellt am 03. März 2016, 05:29

von Victoria Heindl

Höflein: Miteinander geht's besser. Seit 13 Jahren ist Manfred Hoffelner Ortsvorsteher von Höflein. Im NÖN-Interview berichtet er über seine schönsten und schlimmsten Momente und über die Zukunft.

 |  NOEN, Heindl

Nach Ortsvorsteher Johann Bauer ist er der derzeit längst dienende Ortschef. Im Gespräch mit der NÖN erklärt Manfred Hoffelner, was die schönen, aber auch die Schattenseiten dieser Tätigkeit sind.

NÖN: Seit 2003 sind Sie Ortsvorsteher in Höflein. Was ist für Sie das Besondere an der kleinsten Katastralgemeinde Klosterneuburg?
Manfred Hoffelner: Höflein ist anders. Meine Lebensgefährtin, die Höflein ja noch nicht so lange kennt, meint immer, dass Höflein wie ein Gallierdorf ist. Wir sind halt doch eine eigene Welt, da draußen an der Donau. Und vor allem sind die Leute einfach ganz speziell.

In den letzten dreizehn Jahren hat sich sicherlich so einiges getan. Was waren Ihre ganz persönlichen Highlights?
Das war sicher der Bau des neuen Kindergartens. Nachdem der alte ja einem Mauerbruch zum Opfer gefallen ist, war lange nicht sicher, ob wir überhaupt nochmal einen eigenen Kindergarten bekommen werden. Damals sind Vizebürgermeister Richard Raz und ich regelrecht auf „Kindersuche“ gegangen, damit wir wieder eine Kindergartengruppe zusammen bekommen. Und nun ist der Kindergarten eine Erfolgsgeschichte.

Und was war die größte Niederlage für Sie?
Das war ganz eindeutig der Nahversorger. Er war zwar nach der Schließung von Rest noch offen, aber wir konnten keinen Nachfolger mehr finden. Auch die Idee mit einem Verein hat ja leider nicht geklappt. Dabei ist nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit in Höflein verloren gegangen, sondern er war auch gesellschaftlich wertvoll.

Gibt es derzeit auch etwas in Höflein, das Ihnen Sorgen bereitet?
Der Lärmschutz ist natürlich gerade das aktuelle Thema. Wobei es eigentlich nicht der Lärmschutz selbst ist, sondern viel mehr die Zusammenarbeit mit der ÖBB. Jetzt dürften wir allerdings auf einem guten Weg sein. Zumindest wird nun der Bauabschnitt vom vergangenen Jahr behübscht.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager hat in seiner Rede beim Neujahrsempfang in Höflein launig angemerkt, dass es nun das letzte Jahr ist, in dem Höflein ein Grenzort ist. Was wird die Bezirkszusammenlegung den Höfleinern bringen?
Vorteile wird es sicher keine haben. Ich glaube aber auch nicht, dass es Nachteile bringen wird. Vorausgesetzt, dass in Klosterneuburg eine Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft erhalten bleibt. Wir haben zwar nicht so weit nach Tulln wie zum Beispiel die Weildinger, aber wir sind stolz zu Klosterneuburg zu gehören.

Also lieber „KG“ als „W“?
Ganz eindeutig. Ich glaube das würden sich die meisten Höfleiner wünschen.

Worauf freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?
Zu einem auf das Zehn-Jahres-Jubiläum des Kulturvereins. Außerdem auf das Höflein-Treffen, das in diesem Jahr am Keutschacher See stattfinden wird. Da bin ich gerade dabei einen dreitägigen Ausflug zu planen. Und ich hoffe, dass wir heuer die Radarboxen bekommen, die wir aufgrund des Verkehrsaufkommens brauchen und gerne hätten.

Und welche Ziele haben Sie für Höflein?
Ich versuche immer Neu-Höfleiner in die Gemeinschaft zu integrieren. Außerdem ist mir das Vereinsleben sehr wichtig. Überall gilt: das Miteinander sollte einfach immer über dem Gegeneinander stehen.