Erstellt am 22. April 2016, 05:24

von NÖN Redaktion

Kein Anlass zu Unterstützung. Klosterneuburg ist für Haselsteiner "ein peripherer Standort, an den ich nicht glaube".

Klosterneuburg als Museumsstandort sei keine glückliche Wahl gewesen, meint Hans Peter Haselsteiner.  |  NOEN, APA/HANS KLAUS TECHT

Auch international schlägt die angekündigte Schließung des Essl Museums Wellen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung analysierte die Rolle des Industriellen Hans Peter Haselsteiner: „Bis zuletzt galt Haselsteiner als der Retter der sonst womöglich in alle Winde zerstreuten Kollektion, wobei auch immer das Museum eingeschlossen schien. Mit den 66 Millionen Euro aus der Auktion und dem Teilverkauf schien die Gefahr für Essls Lebenswerk gebannt. In Wahrheit aber hatte Haselsteiner wenig Interesse, die 3.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche in der Peripherie zu finanzieren. Der Baulöwe sah sich bald nach eigenen Hallen in Wien um und wurde mit dem heruntergekommenen Ringstraßenbau des Künstlerhauses fündig. In die Renovierung dieses (...) Ausstellungsgebäudes, die 30 Millionen Euro kosten soll, wird Haselsteiner nun investieren.“

Klosterneuburg als Museumsstandort bleibt auf der Strecke. Für Haselsteiner war diese Standortwahl ohnehin „nicht glücklich“, wie er im ORF-Mittagsjournal erklärte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein peripherer Standort, an den ich nicht wirklich glaube, eine kulturpolitische Bedeutung und damit Unterstützung verdient.“